Thüringen will Mitte März vorsichtige Öffnungsschritte wagen

Erfurt - Erst Mitte März soll es in Thüringen die nächsten vorsichtigen Öffnungsschritte des Corona-Lockdowns geben. Das sieht der Entwurf der neuen Verordnung der Landesregierung vor, die am Freitag an den Landtag zur weiteren Beratung ging.

"Schluss mit dem Lockdown!" steht auf dem Plakat an einem Schaufenster in der Erfurter Altstadt. Wegen der hohen Inzidenz will das kleine Bundesland vorsichtig lockern.
"Schluss mit dem Lockdown!" steht auf dem Plakat an einem Schaufenster in der Erfurter Altstadt. Wegen der hohen Inzidenz will das kleine Bundesland vorsichtig lockern.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Demnach können Buchläden, Kosmetik- und Fußpflegesalons sowie Anbieter von Kinderschuhen voraussichtlich am 15. März nach wochenlanger Schließung wieder ihre Dienstleistungen anbieten. Thüringen ist bei Lockerungen zurückhaltender als andere Bundesländer. Grund sind viele Corona-Neuinfektionen - mit steigender Tendenz.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner der vergangenen sieben Tage lag am Freitag bei knapp 129, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht (TAG24 berichtete).

Damit hat sich die Inzidenz zum Vortag (127,5) nochmals erhöht. Thüringen ist damit weiterhin das einzige Bundesland, das den für Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen wichtigen Schwellenwert von 100 überschreitet.

Die neue Corona-Verordnung soll nach Angaben der Regierung vom 14. bis zum 30. März gelten. Weil der erste Geltungstag ein Sonntag sei, würden die Öffnungen ab 15. März wirken, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Orientierungsplan wird überarbeitet und präzisiert

Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz werde derzeit der Thüringer Orientierungsplan mit Öffnungsschritten - abhängig von Inzidenz, aber auch Impfquote und Verfügbarkeit von Tests - überarbeitet und präzisiert.

Er solle dann die Basis der übernächsten Corona-Verordnung sein, die in der Woche kurz vor Ostern in Kraft treten solle, so der Sprecher.

Am kommenden Dienstag wolle sich das Kabinett erneut mit der Impf- und Teststrategie in Thüringen befassen. Ob es in den Städten öffentliche Testzentren geben wird, werde noch diskutiert.

Außerdem soll es um die Einführung einer App zur digitalen Kontaktnachverfolgung bei Infektionen gehen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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