Thüringens Innenminister Georg Maier: Kinder nicht auf "Querdenken"-Demos mitnehmen

Erfurt/Berlin - Thüringens Innenminister Georg Maier (53, SPD), kritisiert, dass einige Anhänger der sogenannten Querdenken-Bewegung Kinder mit auf Veranstaltungen nehmen.

Thüringens Innenminister Georg Maier (53, SPD), sitzt am Tisch in der Plenarsitzung während der Innenministerkonferenz (IMK).
Thüringens Innenminister Georg Maier (53, SPD), sitzt am Tisch in der Plenarsitzung während der Innenministerkonferenz (IMK).  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Es gehört zur elterlichen Fürsorgepflicht, Kinder nicht einer solchen Gefahrensituation auszusetzen", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Dies gelte "schon allein aus Gründen des Infektionsschutzes, aber auch, weil man weiß, dass es auf diesen Veranstaltungen zu Auseinandersetzungen kommen kann", ergänzte der 53-Jährige.

Zudem forderte Maier die "Querdenker" dazu auf, sich bei Veranstaltungen "konsequent" von demokratiefeindlichen Teilnehmern und deren Gedankengut zu distanzieren.

"Es reicht nicht, zu Beginn einer Versammlung aufzurufen, dass diese die Veranstaltung verlassen sollen. Man muss das auch umsetzen", stellte er klar.

Die Initiative "Querdenken" zweifelt an den aktuellen Corona-Maßnahmen und spricht von einer Einschränkung der Grundrechte. Seit Wochen ruft sie zu Demonstrationen auf. Anfang November setzte die Polizei bei einer Demo von Corona-Querdenkern und Gegenprotesten in Frankfurt Wasserwerfer und Schlagstöcke ein.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Thüringen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0