Absichtlich beschleunigt? Rentner fährt Kind in Apolda um und haut danach einfach ab

Apolda - In Apolda ist am Mittwochnachmittag ein Junge von einem Auto angefahren worden. Der schuldige Rentner gibt sich ahnungslos. War der Unfall Absicht?

Der Junge wurde sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht. Er soll nur leichte Verletzungen in Form von Prellungen erlitten haben. (Symbolfoto)
Der Junge wurde sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht. Er soll nur leichte Verletzungen in Form von Prellungen erlitten haben. (Symbolfoto)  © dpa/Monika Skolimowska/ZB (Symbolbild)

Zeugen hatten der Polizei berichtet, wie ein älterer Autofahrer einen verdächtigen Fahrstil an Tag gelegt hatte. Kurz vor einem Zebrastreifen soll er zunächst seinen Dacia abgebremst haben, nur um danach seinen Motor aufheulen zu lassen und sein Fahrzeug zu beschleunigen.

Im Anschluss fuhr er den Elfjährigen an, welcher sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Fußgängerüberweg in der Bachstraße in Apolda befunden hatte.

Der Mann fuhr nach dem Zusammenstoß einfach weiter. Das Kind wurde sicherheitshalber zu weiteren Untersuchungen ins Robert-Koch-Krankenhaus Apolda gebracht. Laut Polizei trug der Junge nur leichte Verletzungen in Form von Prellungen davon.

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Weil sich Zeugen das Kennzeichen des Autos merken konnten, suchten die Beamten im Stadtgebiet von Apolda nach dem flüchtigen Fahrer. Zuvor konnte er an seiner Wohnanschrift nicht angetroffen werden.

Im weiteren Verlauf konnte der Verdächtige gefunden und angehalten werden. Im Gespräch mit der Polizei gab der 77-Jährige an, keinen Zusammenstoß mit einem Kind bemerkt zu haben.

Er erklärte, einen Fahrradfahrer stürzen gesehen zu haben. Dabei konnte er jedoch keinen Zusammenhang durch ihn selbst erkennen, heißt es.

Für sein Handeln wird er nun mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Unfallflucht rechnen müssen.

Titelfoto: dpa/Monika Skolimowska/ZB (Symbolbild)

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