Verwirrung nach Corona-Fall in Grundschule: Zweitklässler müssen in Quarantäne, Eltern nicht!

Erfurt - Wegen eines positiven Corona-Falls einer Horterzieherin findet der Unterricht an der Grundschule Alach ab dem heutigen Montag bis auf Weiteres ausschließlich von Zuhause statt. Die Zweitklässler befinden sich in Quarantäne und müssen sich testen lassen. Eltern und Geschwister dürfen weiter am Alltag teilnehmen.

Die Kinder der Klassenstufe zwei müssen nun einen Corona-Test absolvieren (Symbolfoto).
Die Kinder der Klassenstufe zwei müssen nun einen Corona-Test absolvieren (Symbolfoto).  © Marijan Murat/dpa

Wie TAG24 aus einer anonymen Quelle in Erfahrung bringen konnte, wurde eine Erzieherin der Klassenstufe zwei positiv auf das Virus getestet. Dies wurde dann am Wochenende über die Elternsprecher an die Eltern weitergegeben.

Die Information war, dass die Kinder der zweiten Klassen Zuhause bleiben und der Rest weiter unterrichtet werden sollte. 

Das Thüringer Ministerium für Jugend, Bildung und Sport hat die Bergkreisschule Alach momentan noch unter Stufe Gelb gelistet. 

"Eine bestätigte Infektion, Kontaktnachverfolgung läuft. Quarantäne für mehrere Personen bis auf Weiteres", heißt es auf der Internetseite.

Gesundheitsamt schickt Schüler in Quarantäne, Eltern und Geschwister dürfen weiter am Alltag teilnehmen

Die Gesundheitsbehörde schickte anschließend über das Telefon alle Zweitklässler für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Und zwar nur die Kinder, wie TAG24 aus anonymen Quellen erfahren konnte.

Die Eltern und Geschwister der sich in Quarantäne befindenden Kinder sind dagegen nicht häuslicher Quarantäne und dürfen weiter am Alltag teilnehmen.

Erst wenn Symptome auftreten, müssen sich Eltern und Geschwister beim Gesundheitsamt melden. Eine anonyme Quelle bezeichnete diesen Umgang als "sehr verwirrend." 

Außerdem soll das Gesundheitsamt bei allen Eltern anrufen und für ihre Kinder einen Termin für einen Corona-Test zu veranlassen. 

Kind in Quarantäne, Eltern auf Arbeit?

Die Eltern sollen nun einen Brief für ihren Arbeitgeber erhalten. Wegen des Alters der Schüler darf wohl ein Elternteil das Kind Zuhause betreuen und erhalte eine Lohnfortzahlung.

Sie warten nun auf einen offiziellen Brief der Schule mit weiteren Anweisungen. Weiterhin wurde gegenüber TAG24 berichtet, dass die betroffene Erzieherin mit sämtlichen Lehrern, Erziehern und vielen Kindern Kontakt gehabt haben soll. 

Auf Anweisung der Schule trugen die Schüler ihre Masken nur auf den Gängen. In den Räumen und auf dem Schulhof brauchten sie die Bedeckung nicht.

Neben der momentanen Quarantäne müssen die Eltern ein Fiebertagebuch führen und zweimal am Tag bei ihren Kindern die Körpertemperatur messen, heißt es. 

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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