Der Müll bliebt auf den Straßen: Müllabfuhren in Erfurt und Weimar streiken

Weimar - Mitarbeiter der Erfurter und Weimarer Müllabfuhren befinden sich seit Donnerstagmorgen im Streik. 

Das Logo der Gewerkschaft Verdi. (Symbolbild)
Das Logo der Gewerkschaft Verdi. (Symbolbild)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Gegen 6 Uhr versammelten sich etwa 150 Beschäftigte auf dem Betriebsgelände der Müllabfuhr in Weimar, um gemeinsam ihre Arbeit niederzulegen. Dies teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstagmorgen entsprechend mit. 

"Momentan sieht es sehr gut aus. Fast alle Mitarbeiter befinden sich im Streik. Es ist kein Müllauto vom Betriebshof gefahren", erklärte Astrid Striehn, Verdi-Ansprechpartnerin für Warnstreiks in Thüringen, auf Nachfrage von TAG24.

In Erfurt gibt es darüber hinaus einen Autokorso durch die Stadt. Der Warnstreik wird den ganzen Tag andauern und auch am Freitag weitergehen. "Es ist ein zwei-tätiger Streik", führte Striehn aus. 

Da der Samstag - mit dem Tag der Deutschen Einheit - auch noch auf einen Feiertag fällt, wird der Müll in dieser Woche wohl nicht mehr abgeholt . "Das kann durchaus passieren", sagte Striehn.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Mitarbeiter ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen (TAG24 berichtete). 

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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