Wegen Corona: Über eine viertel Million Besucher weniger auf dem Weimarer Zwiebelmarkt

Weimar - Abstand halten, Maske tragen und kaum Attraktionen. Die Corona-Pandemie hatte auch auf die Besucherzahlen der 367. Ausgabe des berühmten Weimarer Zwiebelmarktes drastische Auswirkungen. 

Ein wenig Normalität in schwierigen Zeiten: Die beliebten Zwiebelzöpfe sind an einem Marktstand des 367. Weimarer Zwiebelmarkts zu sehen.
Ein wenig Normalität in schwierigen Zeiten: Die beliebten Zwiebelzöpfe sind an einem Marktstand des 367. Weimarer Zwiebelmarkts zu sehen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben der Stadt Weimar besuchten rund 75.000 Menschen das über die Ländergrenzen hinaus bekannte Volksfest. Wegen der Corona-Pandemie wurde ein spezielles Hygienekonzept umgesetzt, erklärte die Stadtverwaltung. 

Konkret wurden das Marktgebiet und die Attraktionen reduziert und auf ein kulturelles Begleitprogramm wurde sogar ganz verzichtet. Auch das Besucheraufkommen lag weit unter den üblichen Zahlen: Im vergangenen Jahr waren noch 320.000 Menschen nach Weimar zum Zwiebelmarkt gekommen.

Ein Minus von rund 245.000 Besuchern. 

"Es hat mich überrascht, dass der Markt so friedlich, gemütlich, entspannt und ohne gravierende Verstöße zu Ende gegangen ist", erklärte Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (48, Parteilos). 

Polizei und Ordnungsamt zählte keine Straftaten

Entgegen der Erfahrungen vergangener Jahre wurden diesmal keine Körperverletzungsdelikte, Beleidigungen oder Diebstähle erfasst.

Polizei und Ordnungsamt nahmen lediglich sieben Verstöße gegen die Maskenpflicht auf, heißt es. Nach Einschätzung der Stadt habe es eine "grundhafte Akzeptanz" der Besucher für die Infektionsschutzmaßnahmen gegeben. 

In einem Fall wurde ein Platzverweis ausgesprochen.

Auch das Ausschankverbot von Alkohol habe zu einer Friedlichkeit beigetragen, "die wir so nicht mehr kennen", sagte Kleine.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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