Neue Regeln: Regierung will ballermannähnliche Zustände auf Thüringer Weihnachtsmärkten unterbinden

Erfurt - Besucher von Weihnachtsmärkten in Thüringen müssen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie mit mehreren Einschränkungen zurechtkommen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke).
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke).  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Laut einer überarbeiteten Regelung des Gesundheitsministeriums wird es in diesem Jahr keinen Glühwein mit Schuss und andere harte Spirituosen an den Marktständen geben, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch.

Der Ausschank anderer alkoholischer Getränke wird nicht verboten, allerdings zeitlich begrenzt. Nach der in Abstimmung mit den Kommunen erarbeiteten Regelung muss die Ausgabe von Alkohol um 21 Uhr eingestellt werden. Bierzelte sind ebenfalls nicht erlaubt. 

Die Regelung soll laut Ministerium auch für ähnliche Märkte gelten.

Ballermannähnliche Zustände unterbinden

Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) hatte kürzlich gesagt, die Landesregierung wolle ballermannähnliche Zustände mit Zusammenkünften von vielen alkoholisierten Besuchern auf den Weihnachtsmärkten unterbinden.

Die aktuelle Regelung sieht auch eine Besucherlenkung durch ein Einbahnstraßensystem und den Verzehr von Essen und Trinken auf separaten Flächen vor. Musik- und andere Kulturangebote sind unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt. 

Der Erfurter Weihnachtsmarkt lockt jährlich um die zwei Millionen Gäste an.
Der Erfurter Weihnachtsmarkt lockt jährlich um die zwei Millionen Gäste an.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Bekanntester Weihnachtsmarkt in Thüringen ist der in Erfurt. In normalen Zeiten lockt er jährlich um die zwei Millionen Gäste in die Landeshauptstadt. 

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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