Zweiter Landkreis in Thüringen überschreitet Grenzwert und wird Corona-Hotspot

Sömmerda - Der Landkreis Sömmerda hat als zweite Region Thüringens den besonders kritischen Wert in der Entwicklung der Corona-Pandemie erreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 54,7. Bereits ein Schwellenwert von 50 gilt als besonders heikel. 

Eine Frau trägt eine Mund-Nasen-Schutz aus Stoff in der Hand. (Symbolfoto)
Eine Frau trägt eine Mund-Nasen-Schutz aus Stoff in der Hand. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Der Landkreis im Nordosten Thüringens hatte bereits am Mittwoch seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft, nachdem eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 überschritten worden war. 

Ab 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müssen in Thüringen weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Neben dem Landkreis Sömmerda hat auch das Eichsfeld den Schwellenwert von 50 passiert. Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz den RKI-Angaben von Sonntag zufolge bei 58.

Insgesamt ist die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Thüringen auch von Samstag auf Sonntag weiter gestiegen. Landesweit erfasste das RKI 88 neue Fälle. 

Am Samstag waren es 82, am Freitag 75 gewesen. Ein weiterer Todesfall wurde den Angaben auf der RKI-Website nach gemeldet. Somit sind in Thüringen bislang 199 Menschen gestorben, bei denen das Virus nachgewiesen worden war.

Das Thüringer Ministerium kündigte bereits in einer Videobotschaft an, bei Überschreitung des Grenzwertes eine Sperrstunde ab 23 Uhr einführen zu wollen (TAG24 berichtete).

Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage kletterte Thüringenweit von 18,7 am Samstag auf 20,2 am Sonntag. Insgesamt leben etwa 2,13 Millionen Menschen im Freisaat. 

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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