"Upload" auf Amazon Prime: Sieht so unser Leben im Jahr 2033 aus?

Netz - Selbstfahrende Autos, Essen aus dem 3D-Drucker, Sternebewertungen auf Datingplattformen: All das klingt noch weit von der Realität entfernt, gehört in "Upload", das am 1.Mai auf Amazon Prime startete, aber längst zum Alltag dazu.

Mit "Upload" liefert Amazon Prime beste Unterhaltung in Corona-Zeiten.
Mit "Upload" liefert Amazon Prime beste Unterhaltung in Corona-Zeiten.  © instagram.com/primevideode

Dichte Wälder, kristallklare Seen und ein Hotel mit allem, was das Herz begehrt: Wer würde an diesem Ort nicht gern den Rest seines Lebens verbringen? 

"Die besten Tage ihres Lebens könnten jene sein, nachdem es vorbei ist", erklärt der Erzähler den Zuschauern und gibt damit schon mal einen Ausblick auf eine der Grundprämissen der neuen Serie "Upload", die jüngst auf dem Streamingdienst Amazon Prime angelaufen ist. 

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in "Upload" wird Hauptcharakter Nathan nach einem mysteriösen Autounfall in oben beschriebenes Paradies befördert. 

Allerdings muss der gut aussehende Endzwanziger sein weltliches Leben aufgeben, denn nur sein Bewusstsein kann nach seinem tödlichen Unfall im malerischen "Lake View" weiterleben.

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Ein nie endendes Leben nach dem Tod, in dem unser Äußeres nicht altert und niemand arbeiten muss. 

Leider hat auch das Paradies seinen Preis: Nach "Lake View" werden nur die Verstorbenen über ein spezielles Computerverfahren hochgeladen, die sich das Ganze auch leisten können.

In Nathans Fall übernimmt seine reiche Freundin Ingrid die Kosten, hat so nun aber auch ewige Kontrolle über ihren Liebsten.

"Upload" ist ein Mix aus Thriller, Liebesgeschichte, Science Fiction und viel Humor

In einer skurrilen Szene nimmt Nathan an seiner eigenen Beerdigung teil.
In einer skurrilen Szene nimmt Nathan an seiner eigenen Beerdigung teil.  © © PR/ Amazon Prime Video

Ingrid ist aber nur ein Problem von vielen:

Sein "Engel" Nora, die als Tech-Support für die Belange ihrer Klienten in "Lake View" zuständig ist, verliebt sich nicht nur Hals über Kopf in den charmanten Nathan.

Sie findet in der "realen" Welt heraus, dass dessen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto gar keiner war.

"Upload" präsentiert dem Zuschauer also einen Serienmix aus Thriller, Liebesgeschichte, Science Fiction und vor allem Humor. 

Dieser zieht sich durch alle zehn halbstündigen Episoden und ist das verbindende Glied im Genre-Wirrwarr der Amazon-Prime-Serie.

Kein Wunder, denn hinter dem Konzept von "Upload" steht kein Geringerer als Drehbuchautor Greg Daniels (56), der sich für Comedy-Urgesteine wie "The Office" und "Parks and Recreations" verantwortlich zeigt.

Mit seiner neuen Serie gelingt dem 56-jährigen einmal mehr ein Hit, der allerdings ein paar Startschwierigkeiten hat. 

Gleich zu Beginn der ersten Episode wird das Publikum in das Jahr 2033 geworfen und mit zahlreichen zunächst unsympathisch wirkenden Charakteren konfrontiert.

Abgefahrenes Zukunftsszenario mit Sucht-Pontential

"Engel" Nora kümmert sich von der realen Welt aus um die Sorgen der "Lake View"-Bewohner.
"Engel" Nora kümmert sich von der realen Welt aus um die Sorgen der "Lake View"-Bewohner.  © © PR/ Amazon Prime Video

Wer trotzdem am Ball bleibt, taucht spätestens mit Folge zwei in ein abgefahrenes Zukunftsszenario ab, das gar nicht mehr so weit von unserer Gegenwart entfernt scheint. 

Die zunehmende Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und autonomes Fahren nur noch eine Frage der Zeit. Alles, was Daniels in "Upload" zeigt, ist so durchaus in den nächsten Jahren vorstellbar.

Anders als vergleichbare Formate wie das dystopisch-düstere "Black Mirror" macht "Upload" nicht den Fehler, die Zukunft ganz und gar schwarz zu malen. 

Stattdessen findet die Serie immer wieder einen guten Mittelweg, um unterhaltsam auf Gefahren, aber auch Vorteile der fortschreitenden Digitalisierung aufmerksam zu machen. 

Gesellschaftskritik kommt in dem Format ebenfalls nicht zu kurz, wird aber immer von teils alberner, teils satirischer Komik getragen.

Die Entwicklung der Charaktere bietet einiges an Überraschungen. Figuren, die zunächst leicht durchschaubar wirken, erhalten im Laufe der ersten Staffel einiges an Tiefgang.

Einziger Wermutstropfen ist die optische Umsetzung von "Upload". In der Parallelwelt von "Lake View" wirken einige Effekte leider billig und unglaubwürdig. Ob es am niedrigen Budget lag? 

Eine kommende zweite Staffel sollte an dieser Stelle mehr in Special Effects investieren.

Die Bestätigung weiterer Folgen sollte nur eine Frage der Zeit sein. Schließlich erhält "Upload" nicht nur von vielen Kritikern, sondern auch von Amazon-Kunden eine "Fünf Sterne"-Bewertung.

Titelfoto: instagram.com/primevideode

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