Lockdown: Frau steckt mit ihrer jahrzehntelang verschollenen Schwester fest

Neuseeland - Das der Lockdown auch etwas Positives bewirken kann, erlebt die Britin Sue Bremner (65). Diese steckt zwangsweise mit ihrer Schwester Margaret Hannay (71) in Neuseeland fest - doch das freut sie!

Für viele sind die Ausgangsbeschränkungen nicht leicht einzuhalten. Immer wieder zieht es Menschen nach draußen, wie hier in Berlin (Symbolbild).
Für viele sind die Ausgangsbeschränkungen nicht leicht einzuhalten. Immer wieder zieht es Menschen nach draußen, wie hier in Berlin (Symbolbild).  © Paul Zinken/dpa

Denn wie die BBC berichtet, wusste die Britin Sue Bremner über 40 Jahre lang nicht, dass sie eine Schwester in Neuseeland hat. 

Margaret wurde nur zwei Wochen nach ihrer Geburt von ihrer Mutter im Jahr 1948 zur Adoption freigegeben. Das geschah, noch bevor Sue das Licht der Welt erblickte.

Sues Vater gestand seiner Tochter erst Jahre später, nämlich in 2000, dass er noch ein anderes Kind hätte. 

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Seine damalige Freundin entschied sich, es adoptieren zu lassen. Seitdem hatte er keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter, doch er würde gerne wissen wollen, was aus der kleinen Margaret geworden ist.

Sue willigte ein, ihn dabei unterstützen.

Doch nach der anfänglichen Euphorie, die neu entdeckte Schwester zu finden, kam schnell die Ernüchterung. 

Über Soziale Netzwerke war Margaret nicht auffindbar und von den örtlichen Behörden kam lediglich die Aussage, dass Margaret den ersten Schritt für eine Kontaktaufnahme machen müsse.

Sue blieb also nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass Margaret ihre Familie kennenlernen wollte. In der Zwischenzeit verstarb ihr Vater. 

Margaret lebte mittlerweil

Ein Flugzeug der deutschen Lufthansa steht am Flughafen in Neuseeland. Tausende Urlauber warten auf ihre Rückkehr.
Ein Flugzeug der deutschen Lufthansa steht am Flughafen in Neuseeland. Tausende Urlauber warten auf ihre Rückkehr.  © Mark Baker/AP/dpa

Es gab jedoch nur ein Problem: Margaret wollte keinen Kontakt zu ihren leiblichen Eltern, welche sie zur Adoption freigegeben hatten. 

Die 71-Jährige zog aus Großbritannien mit ihrem Ehemann nach Neuseeland und dachte kaum noch an ihre Adoptions-Herkunft.

Erst Jahre später fiel ihr ein, dass sie eventuell Geschwister haben könnte. Also nahm Margaret Kontakt mit den Behörden auf, welche ihr Sues Adresse gaben. Margaret schrieb Sue eine Mail.

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Und diese war überglücklich, endlich von ihrer so lang verschollenen Schwester eine Nachricht zu erhalten! 

Schnell machten die beiden ein Treffen aus. Denn: Sue hat zwei Brüder, John und Lawrence, welche ebenfalls darauf brannten, ihre Schwester Margaret endlich kennenzulernen.

Nachdem Margaret ihre Geschwister das erste Mal 2019 in England besucht hatte, wollte Sue sie ebenfalls unbedingt in ihrer Wahlheimat Neuseeland treffen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann David machten sie sich auf nach Auckland.

Doch kurz nach ihrer Ankunft kam es zum Lockdown. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen und tausende Urlauber saßen fest. Somit war für Sue und ihrem Ehemann klar: Sie bleiben bei Margaret und deren Mann John!

Sue sagt dazu: "Wir vertreiben uns die Zeit mit Wein, kochen und haben viel Spaß." Nun können sich die Geschwister endlich kennenlernen. Der Coronavirus-Lockdown führte für die Familie zum Happy End!

All die Zeit, die die Geschwister nicht miteinander hatten, können sie nun teilweise aufholen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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