Helena Fürst verzweifelt in Psychiatrie: "Ich wurde geschlagen und misshandelt!"

Hamburg/Frankfurt - "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" Im Dschungelcamp hätte dieser Satz Helena Fürst (47) noch geholfen, in der geschlossenen Psychiatrie der Uni-Klinik Frankfurt allerdings nicht.

Helena Fürst (47) ist seit mehr als einer Woche in der Frankfurter Psychiatrie. (Archivbild)
Helena Fürst (47) ist seit mehr als einer Woche in der Frankfurter Psychiatrie. (Archivbild)  © Henning Kaiser/dpa

Seit etwas mehr als einer Woche sitzt die Ex-TV-Anwältin und Dschungelcamp-Teilnehmerin nun fest. Laut richterlichem Beschluss noch mindestens bis zum 9. Juli.

Bei RTL meldete sich Fürst mit einem Hilferuf aus der Klinik. Doch was sie da berichtete, klang alles andere als glaubwürdig.

"Ich wurde mehrfach geschlagen und misshandelt, ans Bett fixiert und mir wurden zwanghaft Medikamente verabreicht", sagte die 47-Jährige. "Ich bin hier eingesperrt, schlimmer als in einem Gefängnis."

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Von der Uniklinik Frankfurt gab es keine Reaktion auf die schweren Vorwürfe. Sie verwies auf die ärztliche Schweigepflicht und formulierte allgemein.

"Unabhängig von einem konkreten Patientenfall können wir Ihnen Folgendes mitteilen: Wenn Patienten ohne Einwilligung zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen werden, erfolgt das in aller Regel durch den behandelnden Notarzt und die hinzugezogene Polizei. Die Entscheidung über eine Unterbringung gegen den Willen des Patienten erfolgt gemäß Psych-KHG (Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz) durch einen diensthabenden Richter", erklärte Pressesprecher Christoph Lunkenheimer.

Fürst erhob aber noch weitere Vorwürfe gegenüber der Klinik. In dem Telefonat beklagte sie laut RTL auch falsche Diagnosen, "um mich hier festzuhalten" und beschwerte sich über die äußerst mangelhaften hygienischen Zustände in ihrem Zimmer und den Gemeinschaftsräumen.

Helena Fürst stellt angeblich Strafanzeige gegen den behandelnden Arzt

Die Ex-TV-Anwältin hat nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen den behandelnden Arzt gestellt. (Archivbild)
Die Ex-TV-Anwältin hat nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen den behandelnden Arzt gestellt. (Archivbild)  © Jens Kalaene/dpa

Die Klinik verwies in diesem Zusammenhang auf die Hygienestandards: "Wie sämtliche Klinikgebäude des Universitätsklinikums werden die Räume der Klinik für Psychiatrie regelmäßig nach festgelegten medizinischen Hygienestandards gereinigt. Die Sauberkeit wird kontrolliert und dokumentiert. Dies ist auch in den letzten Tagen ohne Einschränkungen passiert."

Für Fürst sei die Situation in der geschlossenen Psychiatrie unerträglich. Sie leide inzwischen sogar an Todesängsten. "So dürfen Menschen nicht gehalten werden, auch nicht in einer Psychiatrie", sagte sie.

Daher habe sie inzwischen gegen den behandelnden Arzt Strafanzeige gestellt, behauptete sie. Doch weder die Staatsanwaltschaft noch die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hätten Kenntnis darüber.

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Die ehemalige TV-Anwältin war vor rund eineinhalb Wochen in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert worden. Vorausgegangen war ein Vorfall in ihrem Frankfurter Wohnhaus.

Im Keller bemerkte sie durchgeschnittene Kabel in einem Telefonkasten. Daraufhin kam es mit einem Nachbarn zum Streit, die Polizei schritt ein. Es kam zu einer handfesten Auseinandersetzung, die Handschellen klickten. Am Folgetag wurde sie in die Klinik eingewiesen.

Doch auch hier unterscheiden sich die Aussagen von Polizei und der 47-Jährigen. Fürst behauptet, sie habe den Beamten im Keller "etwas zeigen" wollen, laut Polizei sei sie allerdings sehr aggressiv und beleidigend gewesen. Es folgte die Festnahme.

Sollten weitere wirre Aussagen von Fürst folgen, dürfte sie wohl über den 9. Juli hinaus in der Klinik bleiben.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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