Falsch verbunden: Hunderte Impfhotline-Anrufer landen bei einem Lkw-Fahrer

Dortmund - Weil seine Handynummer in acht Ziffern gleich mit den Impfhotlines für NRW ist, bekommt Lkw-Fahrer Michael S. aus Dortmund seit Montag zahlreiche Anrufe - und ist zu einem Trostspender für viele ältere Menschen geworden.

Zahlreiche Impfhotline-Anrufer wählen die falsche Nummer. Sie landen bei einem LKW-Fahrer aus Dortmund. (Symbolbild)
Zahlreiche Impfhotline-Anrufer wählen die falsche Nummer. Sie landen bei einem LKW-Fahrer aus Dortmund. (Symbolbild)  © 123RF/bowie15

"Um 8 Uhr Morgens fing das am Montag plötzlich an", so Michael S. zur Deutschen Presse-Agentur.

Es seien inzwischen "unendlich viele" Anrufe bei ihm eingegangen: "Einmal hatte ich 63 Anrufe in Abwesenheit. Der späteste war um 21.20 Uhr."

Am Donnerstagmorgen "waren es erst vier." Der Dortmunder ging - so weit es die Arbeit zuließ - auch ran und sprach mit den Senioren oder deren Kindern, die für die Eltern einen Termin zur Coronaschutz-Impfung ausmachen wollten.

"Die älteren Menschen waren wirklich verzweifelt", so der Dortmunder: "Ein 80-Jähriger sagte mir, dass er seit 10 Stunden versucht, einen Termin zu kriegen."

Michael S. spendete Trost: "Ich habe versucht, die älteren Herrschaften zu beruhigen. Und ihnen gesagt, dass sie ganz bestimmt auch noch einen Termin kriegen."

Letztlich hätten sich die Anrufer "zig Mal entschuldigt", so Michael S. bei WDR2. "Aber viele Gespräche haben mich wirklich gerührt", so der Lkw-Fahrer zur dpa.

Titelfoto: 123RF/bowie15

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