Absurder Wahlkampf-Auftritt von Kanye West: "Ich habe fast meine Tochter getötet"

Charleston (USA) - Tränen bei Rapper Kanye West (43): Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt für seine Kandidatur zum US-Präsidenten trug der Megastar eine schusssichere Weste und weinte über Beinahe-Abtreibungen.

Der erste öffentliche Wahlkampfauftritt und schon bricht Kanye West (43) in Tränen aus.
Der erste öffentliche Wahlkampfauftritt und schon bricht Kanye West (43) in Tränen aus.  © Lauren Petracca Ipetracca/The Post And Courier via AP /dpa

Er meint es also doch ernst, sehr ernst sogar: Nachdem der 43-jährige Musiker Anfang Juli der Öffentlichkeit mitgeteilt hatte, dass er im November zur Wahl um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika antritt, gab es zunächst einiges Hin und Her.

Ein Wahlkampfhelfer hatte nach wenigen Tagen behauptet, die Kandidatur wäre schon wieder abgeblasen

Nun ist Kanye West aber auf jeden Fall noch im Rennen, denn er hat am gestrigen Sonntag, den 19. Juli eine erste offizielle Wahlkampfveranstaltung abgehalten.

In Charleston im US-Bundesstaat South Carolina trat der Rapper mit einer kugelsicheren Weste, auf der "Security" stand, vor eine Gruppe geladener Gäste.

Während seiner Ansprache brach Kanye dann in Tränen aus, berichtet allerhand tragische und kuriose Geschichten seiner Familie und äußerte einige sehr eigenwillige politische Ansichten.

Kanyes Vater hätte ihn abtreiben wollen

"Meine Mutter hat mein Leben gerettet!" Diese Worte rief der angehende Politiker ins Publikum. Anschließend erklärte er, dass sein Vater ihn abtreiben wollte, weil er wohl "zu beschäftigt" für ein Kind gewesen sei.

Danach fuhr der Rapper in hysterischem Tonfall mit einer schockierenden Offenbarung fort: "Ich habe fast meine Tochter getötet!" Gemeint ist damit seine inzwischen sieben Jahre alte Tochter North West. 

Kanye behauptete weinend, dass er seine Ehefrau Kim Kardashian (39) während ihrer Schwangerschaft mit North gedrängt hätte, das Kind aufzugeben.

Kontroverse Aussagen zu Sklaverei und Rassismus

Auch zum Thema Sklaverei hatte der Präsidentschaftskandidat etwas zu sagen: Seiner Meinung nach hätte die schwarze Freiheitskämpferin Harriet Tubman nie Sklaven befreit, stattdessen hätte sie sie "für andere Weiße arbeiten lassen".

Tubman lebte von 1820 bis 1913 und war als Untergrundkämpferin an der Befreiung zahlreicher Sklaven beteiligt. 2019 wurde ihr Leben in dem Drama "Harriet - Der Weg in die Freiheit" verfilmt.

Im November will Kanye Donald Trump und Joe Biden herausfordern

Es bleibt weiterhin unklar, ob der Rapper bereits alle rechtlichen Schritte eingeleitet hat, um tatsächlich bei den US-Wahlen antreten zu können. In einigen Bundesstaaten ist die Frist, um auf die Wahlzettel zu kommen, ohnehin schon abgelaufen.

Sollte er es trotzdem hinbekommen, tritt er gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und dessen demokratischen Herausforderer Joe Biden an. Mal abwarten, welche Schlagzeilen Kanye bis dahin noch liefert.

Titelfoto: Lauren Petracca Ipetracca/The Post And Courier via AP /dpa

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