Daniel Brühl im "Playboy": Selbstironie und Anekdoten als Stoff für neuen Kinofilm

München - Am Donnerstag startet der Film "Nebenan" in den deutschen Kinos. Der inzwischen international gefragte Schauspieler Daniel Brühl (43, "Inglorious Basterds", "Baron Zemo" im Marvel Cinematic Universe) gibt mit diesem Kammerspiel sein Regiedebüt.

Daniel Brühl (43) verarbeitet mit seinem Regiedebüt "Nebenan" einige persönliche Erfahrungen. (Archiv)
Daniel Brühl (43) verarbeitet mit seinem Regiedebüt "Nebenan" einige persönliche Erfahrungen. (Archiv)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

Brühl, der zuletzt unter anderem in der mehrfach Emmy- und Golden-Globe-nominierten Netflix-Serie "The Alienist - Die Einkreisung" als Hauptdarsteller überzeugen konnte, spielt zugleich die Hauptrolle.

Der Film pendelt zwischen Psychothriller und schwarzer Komödie und kommt nahezu komplett mit zwei Schauspielern aus: Ihm selbst und Peter Kurth (64, "Babylon Berlin").

In dem Film trifft Schauspieler "Daniel", der auf dem Weg zu einem Vorsprechen für eine Superhelden-Rolle ist, in einer Eckkneipe auf einen rätselhaften Mann, der sein Nachbar zu sein scheint - und viel zu viel über den aufstrebenden Künstler zu wissen scheint.

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Ein Gefühl, das dem 43-Jährigen nicht völlig neu ist: "Ich dachte mir, wenn ich schon mal eine überhöhte Version von mir selbst spiele, muss ich auch ein bisschen Rache nehmen und zeigen, was einem als Schauspieler so alles passieren kann", sagt Daniel Brühl in der aktuellen "Playboy"-August-Ausgabe.

Er gibt zu, dass in dem vom mehrfach ausgezeichneten Autoren Daniel Kehlmann (46) verfassten Drehbuch durchaus einige Anekdoten verarbeitet wurden.

Der Trailer zum neuen Film "Nebenan"

"Die Leute bei Marvel haben einen herrlichen Sinn für Humor"

Beispielsweise auch die im Trailer bereits veröffentlichte Szene, in der er von einem Pärchen wegen eines Fotos angesprochen wird. Wie sich herausstellte, wollten sie kein Foto mit ihm, sondern, dass er eines von den beiden macht.

Die Szene passierte ihm vor einigen Jahren - leider nicht als Teil einer Komödie, sondern mit Touristen aus Skandinavien: "Ich habe dann auf Englisch erklärt, dass ich in meinem Land ein Schauspieler bin und ... Ach, das ist ganz schlimm, wenn man merkt, wie man rot anläuft und die sich das Lachen verkneifen müssen, und man dann so wegtrottet und im Rücken dieses helle schwedische Lachen spürt", so Brühl in dem Playboy-Interview weiter.

Dass er ausgerechnet als aktueller Bösewicht in den Marvel-Filmen und -Serien darauf anspielt, die Rolle eines Superhelden spielen zu wollen, sieht Daniel Brühl im Playboy-Gespräch gelassen: "Die Leute bei Marvel haben so einen herrlichen Sinn für Humor, dass ich wusste: Wenn das jemand von denen mal sehen sollte, nehmen die mir das nicht krumm." Oder lassen sie ihn nun doch bald den Filmtod sterben?

Noch mehr Einblicke in seinen Film "Nebenan" und die Entstehung sind im Interview in der August-Ausgabe des Männermagazins zu lesen. Beide erscheinen am 15. Juli.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

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