"1942: Ostfront" kommt martialisch daher! "Schande mit Blut sühnen"

Deutschland - Heftiger Kriegsfilm! Das russische Werk "1942: Ostfront" von Regisseur Igor Kopylov ("Leninggrad 46") erscheint hierzulande am 22. Januar direkt fürs Heimkino. Digital kann man es sogar schon eine Woche eher erwerben.

Die russischen Soldaten sollen das Dorf Ovsyannikovo zurückerobern, obwohl sie bereits viele Kameraden verloren haben.
Die russischen Soldaten sollen das Dorf Ovsyannikovo zurückerobern, obwohl sie bereits viele Kameraden verloren haben.  © PR/Alive Vertrieb und Marketing

In dem Weltkriegsdrama steht die Schlacht von Rschew im Fokus. Die russischen Soldaten sollen "alle Kräfte des Feindes", der Wehrmacht, auf sich ziehen, um sie zu täuschen.

Denn es sei in den kommenden Tagen eine "Generaloffensive geplant". Damit die Deutschen glauben, dass der Hauptschlag hier ausgeführt wird, sollen die russischen Truppen das Dorf Ovsyannikovo zurückerobern.

Das hatten sie zuvor bereits verloren. Deshalb beschwert sich ein Oberleutnant: "Von meiner Kompanie ist nur noch die Hälfte übrig!"

Das interessiert seinen Kommandanten (Sergey Zharkov) allerdings nicht. Der sagt stattdessen: "Ich gebe dir und deiner Kompanie die letzte Chance, die Schande mit Blut zu sühnen."

Er fügt hinzu: "Sie müssen begreifen, dass wir nicht zurückweichen und auf Leben und Tod kämpfen." Der Oberleutnant erwidert: "Mit diesem Befehl schicken sie meine Männer in den völlig sinnlosen Tod!"

Die brutalen Schlachtszenen lassen das mehr als nur erahnen...

Deutscher Trailer zu "1942: Ostfront" von Capelight Pictures

"1942: Ostfront" wartet offenbar mit sehr expliziten Schlachtszenen auf.
"1942: Ostfront" wartet offenbar mit sehr expliziten Schlachtszenen auf.  © PR/Alive Vertrieb und Marketing

"1942: Ostfront" wurde von der FSK erst ab 18 Jahren freigegeben

In "1942: Ostfront" geht es richtig zur Sache!
In "1942: Ostfront" geht es richtig zur Sache!  © PR/Alive Vertrieb und Marketing

Der deutsche Trailer lässt einen martialischen Reißer erwarten, was die FSK mit ihrer Altersfreigabe bestätigt.

Obwohl Kriegsdramen regelmäßig ab 16 Jahren freigegeben werden, weil das Grauen nicht verharmlost werden soll, bekam dieser Film hier nur eine Freigabe ab 18 Jahren. Dementsprechend brutal und explizit dürften die Schlachtszenen daherkommen.

Den ersten Bewegtbildern nach zu urteilen wird dort, aber auch bei den Bildern geklotzt und nicht gekleckert! Ideologisch wirkt er aufgrund der übertrieben erhabenen Musikuntermalung und der pathetischen Dialoge allerdings schon nach dem kurzen Video äußerst fragwürdig.

Die Vermutung liegt nahe, dass er die russischen Soldaten und vielleicht sogar den Zweiten Weltkrieg glorifizieren könnte. Das ist bei US-amerikanischen Werken dieses Genres zwar auch immer wieder der Fall, ist aber jedes Mal unschön und oft unnötig.

Immerhin hat man auch für die deutsche Synchronfassung namhafte Sprecher verpflichtet. So wird Zharkov von keinem anderen als Detlef Bierstedt (68, Stammstimme von George Clooney, Stellan Skarsgård, John C. Reilly und Bill Pullman) vertont, weshalb die Atmosphäre in dieser Hinsicht dicht sein dürfte.

Titelfoto: PR/Alive Vertrieb und Marketing

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