"Im Westen Nichts Neues": Deutsche Oscar-Hoffnung zeigt grausame Wahrheit des Krieges

Berlin - Endlich wieder ein weltweit gefeierter Film aus Deutschland? Die Hoffnungen in Edward Bergers Umsetzung von "Im Westen nichts Neues" sind riesig. Nun erschien der erste packende Trailer des Kriegsdramas, das bereits vor seiner Veröffentlichung als deutscher Kandidat für die Oscars im kommenden Jahr ausgewählt wurde.

Auch Hollywood-Star Daniel Brühl (44) wird in "Im Westen nichts Neues" zu sehen sein.
Auch Hollywood-Star Daniel Brühl (44) wird in "Im Westen nichts Neues" zu sehen sein.  © Fotomontage: Netflix/Reiner Bajo

Die Netflix-Produktion basiert auf dem gleichnamigen literarischen Klassiker des deutschen Schriftstellers Erich Maria Remarque (1898 - 1970). In dem Roman beschreibt er den Horror des ersten Weltkrieges aus der Perspektive eines jungen Soldaten.

Eben jener Soldat - Paul Bäumer (Felix Kammerer, 26) - wird nun auch in der Verfilmung im Zentrum der Handlung stehen. Vom Patriotismus gepackt verpflichten sich Paul und seine Freunde freiwillig für den Kriegsdienst.

Doch nachdem der junge Deutsche an die Westfront geschickt wurde, verblasst die anfängliche Euphorie nach und nach.

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"Dies ist weder eine Anklage noch ein Bekenntnis. Es ist der Bericht über eine Generation, die vom Krieg zerstört wurde", sind Remarques Worte in dem Trailer zu lesen, der einen brutalen, ungeschönten Kriegsbericht verspricht. Auf eine Heldengeschichte wartet man hier vergeblich.

Der Cast ist mit vielen bekannten deutschen Schauspielern versehen - auch Hollywood-Star Daniel Brühl (44, "Inglourious Basterds", "The First Avenger: Civil War") übernimmt eine größere Rolle.

Der offizielle Trailer zu "Im Westen nichts Neues"

"Im Westen nichts Neues" unterschiedet sich von Kriegsfilmen aus den USA

Felix Kammerer (26) in der Rolle des Paul Bäumers.
Felix Kammerer (26) in der Rolle des Paul Bäumers.  © Netflix/Reiner Bajo

Seine Premiere soll das Drama beim Toronto International Film Festival am 12. September feiern. Auf Netflix wird es dann am 28. Oktober veröffentlicht.

"Ich schaue, wie wir alle, viele amerikanische und englische Filme, und gelegentlich ist auch ein Kriegsfilm oder sogar ein Antikriegsfilm darunter. Und ich finde sie sehr unterhaltsam", sagte Regisseur Edward Berger dem Hollywood Reporter.

Doch er fügte hinzu: "Aber ich habe das Gefühl, dass sie nie meine Perspektive zeigen, die Perspektive, die ich als Deutscher habe."

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In den USA und England seien die Weltkriege zwar auch als unvorstellbar grausam wahrgenommen worden, doch sie erfülle die Menschen auch mit Stolz. "Bei uns ist es genau umgekehrt. In unserer nationalen Psyche gibt es nichts als Schuld, Schrecken, Terror und Zerstörung."

Und genau das soll "Im Westen nichts Neues" zeigen.

Titelfoto: Fotomontage: Netflix/Reiner Bajo

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