Kinosterben nicht mehr aufzuhalten? Weltgrößte Kette sorgt für Schock!

Kansas City (USA) - Wegen der Corona-Krise blieben weltweit etliche Kinos geschlossen - massive Umsatzeinbußen waren die Folge. Auch heute geht es vielen Betreibern noch nicht besser. Für reichlich Zündstoff hat jetzt die weltgrößte Kinokette "AMC Theatres" gesorgt.

Ein leerer Kinosaal in Berlin. Der neueste Deal zwischen AMC und Universal macht die Situation der Lichtspielhäuser nicht besser.
Ein leerer Kinosaal in Berlin. Der neueste Deal zwischen AMC und Universal macht die Situation der Lichtspielhäuser nicht besser.  © Christoph Soeder/dpa

Gemeinsam mit dem US-Filmstudio Universal kündigte das in Kansas City (Missouri) ansässige Unternehmen an, dass man die eigenen Filme bereits 17 Tage nach Kinostart online anbieten kann - zumindest in den USA.

Vorausgegangen war der nun erfolgten Einigung ein erbitterter Streit, wie CNN berichtet. Denn je eher sich ein Film im Onlineverleih befindet, desto weniger Profit machen die Lichtspielhäuser.

Dass die Verantwortlichen sich auf 17 Tage geeinigt haben, liegt daran, dass von Kino-Seite aus somit wenigstens drei Wochenenden abgedeckt werden können.

Wie die Konditionen in Europa aussehen könnten, darüber wollen AMC und Universal in den kommenden Wochen verhandeln.

Mit der 17-Tage-Frist hat die Branche neue Maßstäbe gesetzt, denn so kurz war das Zeitfenster noch nie. Müssen jetzt noch mehr Kinobetreiber um ihre Existenz fürchten?

Tatsächlich könnte die Entscheidung das weltweite Kinosterben beschleunigen. Es gibt jedoch einen kleinen Trost. Die 17 Tage gelten vorerst nur für sogenannte Premium-Angebote, bei denen ein Film für 15 bis 20 Euro ausgeliehen und anschließend per Stream abgespielt werden kann. Günstiger als ein Kinobesuch ist das nicht.

Deal von AMC Theatres und Universal Pictures könnte das Kinosterben beschleunigen

AMC Theatres betreibt in den USA circa 8400 Leinwände. Dem Konzern gehören außerdem alle UCI-Kinos in Deutschland.

Schon vor der Corona-Pandemie setzte der Streaming-Boom viele Kinos unter Druck. Mit der nun vereinbarten 17-Tage-Frist zwischen AMC und den Universal Studios dürfte die Situation für die Lichtspielhäuser der Welt nicht besser werden.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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