"Max und die wilde 7": Starbesetztes Kino aus der hessischen Provinz

Braunfels/Hamburg - Pünktlich zu den Sommerferien kommt mit "Max und die wilde 7" ein Kinder- und Jugendfilm in die Kinos (Starttermin: 6. August), der mit Witz und Charme nicht nur das junge Publikum überzeugen dürfte. Gedreht wurde der Streifen auf Schloss Braunfels im Lahn-Dill-Kreis.

Die Schauspieler Günther Maria Halmer (vordere Reihe, l-r), Uschi Glas, Jona Eisenblätter und Thomas Thieme sowie Regisseur Winfried Oelsner (hinten) stehen bei einem Fototermin bei den Dreharbeiten für den Film "Max und die Wilde 7" im Hof von Schloss Braunfels zusammen.
Die Schauspieler Günther Maria Halmer (vordere Reihe, l-r), Uschi Glas, Jona Eisenblätter und Thomas Thieme sowie Regisseur Winfried Oelsner (hinten) stehen bei einem Fototermin bei den Dreharbeiten für den Film "Max und die Wilde 7" im Hof von Schloss Braunfels zusammen.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner (2014) dreht sich um den neunjährigen Max Bergmann. Der wohnt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem exklusiven Seniorenheim, der "Burg Geroldseck". 

Max (Jona Eisenblätter) findet das Leben auf der echten Ritterburg nicht wirklich cool. Seine Mutter (Alwara Höfels) ist Altenpflegerin und hat deshalb kaum Zeit für ihn.

In der Schule muss er sich mit dem rabiaten Ole herumschlagen und im Altersheim wird er von verständnislosen Senioren und der unfreundlichen Oberschwester Cordula (Nina Petri) regelmäßig angeranzt.

Doch dann treibt ein Seriendieb auf der Burg sein Unwesen und Max, der mal Detektiv werden will, sieht seine Chance.

Gemeinsam mit den schrullig-kauzigen Senioren von Tisch 7, den wilden 7, (Uschi Glas, Günther Maria Halmer und Thomas Thieme) will er den Fall lösen.

Dabei entdeckt er den Wert unter anderem von (generationsübergreifenden) Freundschaften und erlebt, was man mit Teamgeist schaffen kann.

"Max und die wilde 7" ist ein unterhaltsamer Krimi-Spaß, der auf viele verschiedene Fährten gleichzeitig führt und so bis zum Schluss spannend bleibt.

Liebenswerte Rolle für Uschi Glas

Max (Jona Eisenblätter) freundet sich mit der alternden Schauspielerin Vera (Uschi Glas) an.
Max (Jona Eisenblätter) freundet sich mit der alternden Schauspielerin Vera (Uschi Glas) an.  © Daniel Dornhöfer/Leonine/dpa

Besonders liebenswert ist dabei Uschi Glas, die eine quirlige, stets auffällig gekleidete, alternde Schauspielerin spielt, die alle und jeden immer wieder auf ihre sehr lange zurückliegenden Kino-Erfolge hinweist.

Da dürften ihre echten alten "Bravo"-Poster und "Winnetou"-Filmplakate sowie die Verweise auf "Die Lümmel von der ersten Bank" und Filmzitate wie "Zur Sache, Schätzchen" zumindest bei den Erwachsenen für leise Lacher sorgen.

Auch bei Thomas Thieme als polternder Ex-Bundesliga-Trainer und Günther Maria Halmer als überdrehter Professor mit Hang zu exotischen Käfern und Spinnen macht das Zuschauen Spaß.

Das erstmals 2014 erschienene Buch hat mittlerweile schon drei Bände. Sie sind dem Hamburger Oetinger-Verlag zufolge bereits mehr als 90.000 Mal verkauft worden.

Die Reihe gehöre definitiv zu den Kinderbuch-Lieblingen des Hauses, sagte eine Sprecherin. Ein neuer Band sei momentan aber nicht geplant.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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