"Toy Story 4": Disney Pixar sorgt mit seinem Meisterwerk für pure Kino-Magie!

Dresden - Großes Kino - ab dem 15. August auch in Deutschland! "A Toy Story - Alles hört auf kein Kommando" setzt die herausragende Filmreihe von Disney Pixar um Sheriff Woody und Buzz Lightyear meisterlich fort.

Bonnie bastelt sich mit Forky (l.) ein neues Spielzeug.
Bonnie bastelt sich mit Forky (l.) ein neues Spielzeug.  © PR/Disney Pixar

In "Toy Story 4", wie der Film in den USA schlicht und auch deutlich passender genannt wird, werden die Zuschauer anfangs mit auf eine Zeitreise genommen.

Vor neun Jahren waren Woody und seine Freunde noch die Spielzeuge von ihrem geliebten Kind Andy. Als der jedoch aufs College ging, verschenkte er sie an die schüchterne Bonnie, die sich sehr darüber freute und beim gemeinsamen Spielen schnell auftaute, sodass Andy wusste, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat.

Das war das zutiefst bewegende Ende vom dritten Teil, der bei den "Oscars" 2011 völlig zurecht zweimal ausgezeichnet wurde, insgesamt 59 weitere Preise verliehen bekam und damit sogar seine beiden hochklassigen Vorgänger ausstach.

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Im nunmehr vierten Abenteuer leben die Spielzeuge weiterhin bei Bonnie. Die bastelt an ihrem Schnuppertag in der Vorschule eifrig ein neues Spielzeug - Forky. Der wurde aus Abfall hergestellt und sucht deshalb immer wieder einen Mülleimer, um dort zu leben, weil er das viel gemütlicher findet.

Woody, der nicht zu Bonnies Lieblingsspielzeugen gehört, sich aber dennoch sehr um sie sorgt und deshalb Verantwortung übernimmt, hat alle Hände voll zu tun, um Forky immer in Bonnies Nähe zu halten.

Als der Löffel mit Augen jedoch durchdreht und aus dem Fenster des Wohnmobils springt, hechtet Woody hinterher und ist vorläufig auf sich gestellt. Doch auf der gemeinsamen Reise lernen er und Forky sich besser kennen, treffen neue Freunde und alte Bekannte...

Brillante Geschichte: "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" hat Tiefgang

Sheriff Woody (r.) hat alle Hände voll zu tun, um Forky (M.) in Bonnies Nähe zu halten. Kumpel Buzz Lightyear eilt ihm zu Hilfe. (Bildmontage)
Sheriff Woody (r.) hat alle Hände voll zu tun, um Forky (M.) in Bonnies Nähe zu halten. Kumpel Buzz Lightyear eilt ihm zu Hilfe. (Bildmontage)  © PR/Disney Pixar

Diese Geschichte ist meisterlich umgesetzt worden. Was Regisseur Josh Cooley in seinem ersten Langspielfilm auf die Leinwand zaubert ist genial!

Ihm gelingt es, die beliebten Figuren auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln, ihnen neue Facetten zu schenken und neue Charaktere in die Story einzubauen.

Hierbei kann man auch die einzige "Schwäche" des Filmes ausmachen: Einige Protagonisten der ersten drei Teile sind nicht mehr als Randfiguren, tauchen zwar im Bild auf, haben wie Spielzeughund Slinky oder Dinosaurier Rex aber fast keine Dialogzeile spendiert bekommen.

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Überraschenderweise stört das nicht. Es ist sogar erfreulich, dass sich er sich auf andere Aspekte konzentriert - und dabei groß abliefert! Denn "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" ist ein Film mit hohem emotionalem Tiefgang.

Die Handlungen, Motive und Entscheidungen der unterschiedlichen Figuren sind allesamt nachvollziehbar und ja, auch zutiefst menschlich gezeichnet.

Jeder Charakter ist einzigartig, hat seinen ganz speziellen Sinn für Humor, weshalb auch innerhalb der Story viel Abwechslung- und eine stetig wechselnde Dynamik zustandekommen, ohne dass es einen Qualitätsverlust gibt.

"Toy Story 4" ist kurzweilig - und richtig witzig!

Es gibt ein Wiedersehen mit vielen bekannten und beliebten Figuren.
Es gibt ein Wiedersehen mit vielen bekannten und beliebten Figuren.  © PR/Disney Pixar

Stattdessen wird das Publikum mitgerissen und bekommt ohne den erhobenen Zeigefinger ganz nebenbei moralische und ethische Werte vermittelt.

Daher geht "Toy Story 4" weit über reine Unterhaltung hinaus. Den Zuschauern werden viele Weisheiten rund um Freundschaft, Freiheit, Zusammenhalt, Trennung und Vorurteile mit auf den Weg gegeben, was wiederum zum Nachdenken anregt.

Dies führt dazu, dass viele Szenen auch noch Wochen nach dem Kinobesuch im Kopf verankert sind und man immer wieder über sie und ihre wichtigen Botschaften sinniert.

Das alles erfolgt trotz durchaus vorhandener Komplexität ohne Schwermut oder Anstrengung.

So darf sich natürlich auch amüsiert werden: Dank der exzellent funktionierenden Situationskomik, die auch mit Hilfe einer gehörigen Portion Chaos entsteht, gibt es viel zu lachen. Zumal es dank des kreativen Drehbuchs auch noch unzählige geschliffene Dialoge gibt, die für große Erheiterung sorgen.

Selbst, wenn ein Gag mal nicht zündet, ist der Film weiterhin so charmant und sympathisch, dass man die vielen Sprüche immer positiv einordnet.

"A Toy Story" ist technisch eine Augenweide

Die Spielzeuge schließen sich zusammen, um Woody und Forky zurückzuholen.
Die Spielzeuge schließen sich zusammen, um Woody und Forky zurückzuholen.  © PR/Disney Pixar

Und nicht nur der innere Kern, auch die äußere Hülle begeistert: Die fantastischen Animationen sind auf dem neusten Stand der modernen Technik und dennoch im Stil der Reihe gehalten. Sie und die aufwendigen, einfallsreichen Spezialeffekte sorgen für herrlich-cineastische Bilder.

Zudem überzeugt die exzellente Kameraarbeit ebenso, wie die wunderschönen, mitunter erinnerungsreichen Locations, die für Vielfalt und teilweise sogar Wehmut sorgen.

Auch die stimmige Musikuntermalung erzeugt Atmosphäre - schon zu Beginn, wenn "You've Got a Friend in Me" von Randy Newman einsetzt und die ganz großen Gefühle wachruft.

Deshalb gibt es keine Länge. Stattdessen wünscht man sich am Ende der 99 Minuten, dass der Film doch noch ewig auf diesem Niveau weiterlaufen möge.

"Toy Story 4" ist also das erhoffte Meisterwerk geworden, in dem Story, Animationen, Spezialeffekte, Humor und Drehbuch sich gegenseitig unterstützen und zu einem flüssigen Ganzen zusammenfügen.

Dadurch erlebt man im positiven Sinne eine emotionale Achterbahnfahrt. Deshalb geht "A Toy Story" als Favorit in das "Oscar"-Rennen 2020 als bester Animationsfilm.

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