187-Rapper Gzuz vor Gericht: Deshalb soll jetzt auch ein Sanitäter aussagen

Hamburg - Am Dienstag wird der Prozess gegen den Hamburger Skandal-Rapper Gzuz von der 187 Strassenbande fortgesetzt.

Gzuz (32), Mitglied der 187 Strassenbande, auf dem Weg in den Gerichtssaal.
Gzuz (32), Mitglied der 187 Strassenbande, auf dem Weg in den Gerichtssaal.  © Christian Charisius/dpa

Vor dem Hamburger Amtsgericht muss sich der 32-Jährige dann unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, versuchten Diebstahls und Körperverletzung verantworten. 

Am zweiten Prozesstag vor einer Woche hatte es bereits eine erste Überraschung gegeben: Eine 19-jährige Zeugin, der der Rapper im März auf der Reeperbahn ins Gesicht geschlagen haben soll, zog ihre Anzeige zurück (TAG24 berichtete). 

Vor Gericht berichtete sie, Gzuz am Morgen vor der Verhandlung zufällig in einem Kiosk begegnet zu sein. 

Der Rapper habe sich bei ihr entschuldigt und 500 Euro Schmerzensgeld angeboten. Außerdem soll die 19-Jährige, die ein Fan der Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande ist, von jetzt an bei jedem Konzert auf der Gästeliste stehen. 

"Es war eine Scheißsituation. Ich wollte dir nicht ins Gesicht schlagen", beteuerte der 32-Jährige am vergangenen Dienstag dann auch noch einmal vor Gericht. Er habe lediglich ihr Handy treffen wollen. "Tut mir leid, ich kann mich nur entschuldigen." Das Verfahren wurde aber vorerst nicht eingestellt. 

Am ersten Prozesstag hatten bereits Beamte gegen den Rapper ausgesagt, die bei einer Razzia in seiner 1-Zimmer-Wohnung in der Hamburger Neustadt diverse Drogen gefunden hatten. 

Auch ein Video, auf dem zu sehen ist, wie Gzuz mit einer Schreckschusspistole in die Luft schießt (TAG24 berichtete), war bereits Gegenstand der Verhandlung. 

Der Rapper wird vertreten von TV-Anwalt Christopher Posch.
Der Rapper wird vertreten von TV-Anwalt Christopher Posch.  © Christian Charisius/dpa

Darum geht es am dritten Prozesstag

Am dritten Prozesstag soll nun noch ein versuchter Diebstahl im Fokus stehen: Gzuz wird vorgeworfen, in betrunkenem Zustand aus einem abgestellten Rettungswagen eine Tasche mit einer Sauerstoffflasche entwendet zu haben. Am Dienstag sollen daher auch weitere Zeugen, darunter ein Rettungssanitäter aussagen, der ihn vor Ort erwischt haben soll. 

Ursprünglich waren für den Prozess lediglich drei Verhandlungstage angesetzt. Auch wegen der Verzögerungen aufgrund mehrerer Befangenheitsanträge, die Gzuz' Anwalt Christopher Posch verlesen hatte, soll es noch einen vierten Prozesstag geben.

Sollte der einschlägig vorbestrafte 32-Jährige verurteilt werden, drohen ihm erneut mehrere Jahre Haft.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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