Andere Saiten aufziehen: Wie teuer ist eigentlich Musikunterricht?

München - Im Frühjahr erlebten vor allem Sportartikel einen regelrechten Boom. Grund dafür waren nicht zuletzt die anfangs sehr strengen Corona-Schutzmaßnahmen - überspitzt meist "Lockdown" genannt - der Bundes- und Landesregierungen. Doch nun ist die Lage anders.

Musikunterricht bei Kindern fördert Kreativität. Außerdem haben auch Nachbarn etwas von den Übungen zu Hause. (Symbolbild)
Musikunterricht bei Kindern fördert Kreativität. Außerdem haben auch Nachbarn etwas von den Übungen zu Hause. (Symbolbild)  © Sergey Novikov

Trampoline und Tischtennisplatten finden aufgrund der Witterung immer mehr den Weg in die Keller und Abstellräume, Garten und Einfahrtsbereich können nicht mehr so ausgiebig zum Austoben genutzt werden.

Erwachsene und Kinder werden sich aber in den nächsten Tagen und Wochen vermutlich neue Hobbies suchen müssen. Stichwort: Zweite Welle. Im Gegensatz zu den Maßnahmen im März will man nun im Herbst, wo man mehr über Sars-CoV-2 weiß, erneute umfassende Schließungen weitgehend vermeiden. Dennoch wird es wohl als Erstes wieder Gastro und Kultur treffen.

Und der ein oder andere mag sich auf der Suche nach einer dauerhaften Freizeitbeschäftigung vielleicht fragen: "Warum hab ich eigentlich nie Gitarre gelernt?" 

Darum dachte sich wohl Check24, die Preise für Musikunterricht in den unterschiedlichen Städten gegenüberzustellen. Wo kommt man auf seinem Weg zum nächsten Hit-Garanten am günstigsten weg und wo muss man Omas Erbe ankratzen?

Zwischen Platz 1 und 10 liegen stolze zehn Euro pro Stunde

Sechs Saiten und fünf Finger? Im Musikunterricht lernt man, dieses Problem zu meistern. (Symbolbild)
Sechs Saiten und fünf Finger? Im Musikunterricht lernt man, dieses Problem zu meistern. (Symbolbild)  © Wavebreak Media Ltd

Vorweg kann man sagen, dass in den zehn größten deutschen Städten der Durchschnitt für eine professionelle Unterrichtseinheit bei 30 Euro liegt. Ziemlich genau so viel kostet der Unterricht in Köln.

Köln ist damit in den Top Ten vor Leipzig (28 Euro), Essen (27 Euro) und dem günstigeren Dortmund (26 Euro).

Preisgleich mit 31 Euro liegen auf den Plätzen 4 bis 6 die Städte Stuttgart, Düsseldorf und Berlin. Die drei teuersten Städte für Musikunterricht sind schließlich Hamburg (32 Euro) vor München (33 Euro) und schließlich dem deutlichen Spitzenreiter Frankfurt am Main mit 36 Euro. Also zehn Euro mehr als Dortmund - pro Stunde. Allerdings sollte man sich dennoch informieren, denn nicht wenige Anbieter geben einem die Chance, einen monatlichen Festbetrag (wie man es beispielsweise aus dem Fitnessstudio kennt) zu bezahlen.

"Der Preis pro Unterrichtsstunde ist von der Ausbildung des Musiklehrers, den eigenen Vorkenntnissen und von Ort und Häufigkeit des Unterrichts abhängig", sagt Felix Vögtle, ein Geschäftsführer bei Check24.

Am gefragtesten ist übrigens laut Check24 der Klavierunterricht. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Gesang und Gitarre.

Titelfoto: Sergey Novikov

Mehr zum Thema Musik News:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0