"Alles dicht machen"-Initiatoren wollen Corona-Maßnahmen diskutieren

Berlin - Die Initiatoren der Aktion #allesdichtmachen wollen nach eigenen Angaben die Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie "weiter auf breiter Basis diskutiert sehen".

"Alle Vorstellungen sind abgesagt." ist über den Spielplan vom Theater am Palais geklebt.
"Alle Vorstellungen sind abgesagt." ist über den Spielplan vom Theater am Palais geklebt.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Im Impressum der Seite allesdichtmachen.de war der wenig bekannte Regisseur Bernd Wunder (46) als verantwortlich genannt. Wunder sagte der dpa am Freitag, er sei nicht der Initiator, sondern Teil einer großen Gruppe.

Es gehe bei der Aktion darum, die Angemessenheit der Maßnahmen zu diskutieren. Er selbst habe kein Video gepostet, weil er kein Schauspieler sei, sagte Wunder. Deswegen habe er im Hintergrund agiert und organisiert. So sei er im Impressum gelandet.

Die Seite war am Freitag nicht mehr aufrufbar. Wunder sprach von technischen Problemen. Auf seinem - inzwischen auf privat gestellten - Instagram-Account ist teils heftige Kritik gegen Corona-Maßnahmen zu finden, Befürworter werden "Coronazis" genannt. Dies würde er heute nicht mehr wiederholen, sagte Wunder.

In einem zuvor an die dpa übermittelten Statement Wunders war von einem "Verbund von Kulturschaffenden" als Initiatoren die Rede. "Weder leugnen wir Corona, noch stellen wir die Gefahr, die von der Krankheit ausgeht, in Abrede", hieß es.

"Dennoch halten wir es für angemessen und erforderlich, den Umgang mit der Krankheit und die daraus abgeleiteten Maßnahmen wieder und wieder öffentlich zu diskutieren und besprechen." Die Kampagne habe "bewusst die Stilmittel der Übertreibung, der Satire, der Ironie und der Zuspitzung" gewählt.

Es gehe darum, "den Diskussionsraum wieder zu öffnen und andere Meinungen zu hören". Es sei zu diskutieren, «ob die in den letzten zwölf Monaten angeordneten Maßnahmen in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens angemessen, zielführend und sinnvoll sind».

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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