Anna Loos mit Statement zu Liefers #allesdichtmachen: "Das macht mir Angst"

Von Björn Strauss

Berlin - Die Kritik an #allesdichtmachen lässt kaum nach. Anna Loos (50), die Frau von Jan Josef Liefers (56), der im Mittelpunkt der Aktion steht, hat am Sonntag ihr Statement gepostet. Sie verteidigt die Aktion und verwehrt sich besonders dagegen, dass der Tatort-Star in die rechte Ecke geschoben wurde. Einen Punkt aber übersieht sie: die Empathielosigkeit, die viele in der Künstler-Aktion erkennen.

Mit einem Statement hat sich Anna Loos (50) auf Instagram gemeldet.
Mit einem Statement hat sich Anna Loos (50) auf Instagram gemeldet.  © Instagram/anna.loss

"Der Mann auf diesem Foto ist mein Mann, Jan Josef Liefers, ein erfolgreicher Künstler, Schauspieler, Sänger und Regisseur", beginnt die "Helen Dorn"-Darstellerin.

In den vergangenen zwei Tagen seien die Künstler "dafür extrem angefeindet, in die rechte Ecke gestellt und ausgegrenzt" worden.

"Ich habe Videos von Kollegen gesehen, die von dieser Aktion zurückgetreten sind, weil Sie sich falsch verstanden fühlen, nicht mit dem gerechnet haben, was eingetreten ist, sich bedroht fühlen und Angst haben", beschreibt sie die momentane Lage.

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Gemeint ist Ulrike Folkerts (59, "Ich habe einen Fehler gemacht"), Heike Makatsch (49, "Ich bitte um Verzeihung") und Kostja Ullmann (36) oder Meret Becker (52), die einen Tag nach Veröffentlichung ihre Videos zurückzogen.

"Das macht mir Angst."

"Zugegeben, ich finde, sie sind von unterschiedlicher Qualität", erkennt Loos und ist der Meinung, dass "nach mehr als einem Jahr Corona ist die Satire-Fähigkeit unserer Gesellschaft mit Sicherheit nicht groß".

Zynismus hilft nicht weiter

Niemand der Künstler ist "rechts"

Über 50 Schauspieler und Schauspielerinnen kritisierten in der Videoaktion #allesdichtmachen die Corona-Politik.
Über 50 Schauspieler und Schauspielerinnen kritisierten in der Videoaktion #allesdichtmachen die Corona-Politik.  © dpa/Youtube

"Ich habe nicht bei einem einzigen Beitrag meiner Kollegen daran gedacht, dass ich es hier mit extrem nach rechts gerutschten Menschen zu tun habe, die Corona an sich leugnen und alle Corona-Opfer mit Füßen treten", verteidigt Anna Loos die Aktion weiter.

Die Künstler wollen "etwas anstoßen", auch "wenn Sie eine Menge verbrannte Erde hinterlassen haben".

Auch der "Wutrede von Uli Matthes" ("Zynismus hilft nicht weiter") habe sie gelauscht und "was unsere Kulturstaatsministerin dazu zu sagen hatte".

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"Wahnsinn und manches hinterlässt mich sprachlos."

Die "allgemeine Lust an Missverständnis und Zerstörung" sei mittlerweile größer "als die Neugier und die Lust an der Suche nach Gemeinsamkeit", endet ihr Statement.

Sie hat hier einige Punkte erklärt, aber eine der Hauptkritiken war die Empathielosigkeit einiger Beiträge der "Gruppe der 50", die zu keinem Zeitpunkt die harte Arbeit der Pfleger, Intensivmediziner und Ärzte auch nur ansatzweise wertgeschätzt haben.

"Ihr habt eine Grenze überschritten"

Auch "Doc Caro" ("Ihr habt eine Grenze überschritten", so Carolin Holzner, 39, Leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Essen) hat ein deutlich kritisches Zeichen gesetzt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa/Instagram

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