Arnold Schwarzenegger zieht Nazi-Vergleich und ruft zu Widerstand gegen Trump auf

Los Angeles - "Die USA waren meine erste Liebe": in einem emotionalen Beitrag meldet sich der Actionheld Arnold Schwarzenegger (73) zu Wort. Er hat mahnende Worte für all diejenigen, die US-Präsident Donald Trump unterstützen.

Actionheld und ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger (73), richtet sich mit deutlichen Worten gegen US-Präsident Trump.
Actionheld und ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger (73), richtet sich mit deutlichen Worten gegen US-Präsident Trump.  © Paul Bersebach/Orange County Register via ZUMA/dpa

In jungen Jahren machte sich der gebürtige Österreicher Schwarzenegger auf, in den USA zu leben. Er wurde später als Bodybuilder und als Terminator in den gleichnamigen Filmen weltweit bekannt. Von 2003 bis 2011 war er sogar Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, in welchem er auch heute noch lebt.

Nun sorgt sein Gastbeitrag in dem Magazin Economist für Furore. In diesem erzählt er offen, wie sehr er die Vereinigten Staaten von Amerika seit dem ersten Augenblick liebt und zieht einen brisanten Vergleich.

"Heute bin ich tief besorgt um mein Land. Als Einwanderer, als Amerikaner und als Republikaner ist es meine Pflicht, mich zu Wort zu melden", heißt es.

"Brisant"-Moderatorin Mareile Höppner muss Insta-Post löschen: "Hätte dich für klüger gehalten"
Promis & Stars "Brisant"-Moderatorin Mareile Höppner muss Insta-Post löschen: "Hätte dich für klüger gehalten"

Er sei in den "Ruinen eines Landes aufgewachsen, das die Demokratie aufgegeben" habe, schreibt er über eine Heimat Österreich.

Schwarzenegger wurde in dem Jahr 1947 geboren. Er erlebte die Nachwirkungen des 2. Weltkrieges als Heranwachsender hautnah mit.

Arnold Schwarzenegger zieht brisanten Nazi-Vergleich

Schwarzenegger engagiert sich seit Jahren politisch. Anfang 2020 war er sogar zu Besuch in seinem Heimatland Österreich, bei dem Bundeskanzler Sebastian Kurz (34, r).
Schwarzenegger engagiert sich seit Jahren politisch. Anfang 2020 war er sogar zu Besuch in seinem Heimatland Österreich, bei dem Bundeskanzler Sebastian Kurz (34, r).  © Herbert Pfarrhofer/APA/dpa

Der Schauspieler berichtet von den Gräueltaten der Nazis. Er nennt die mehr als siebzig Millionen Menschen, die dem System und dem Krieg zum Opfer fielen. Tausende wurden gefoltert, an Tausenden wurden grausame Experimente durchgeführt.

"Nicht alle von ihnen waren rabiate Antisemiten oder Nazis. Viele gingen einfach Schritt für Schritt den Weg zum immer größer werdenden Übel mit, weil es der einfachste Weg war", berichtet Schwarzenegger. Dann schwenkt er hinüber zu den USA.

"Ich glaube nicht, dass Amerika zu solchen Abgründen des Bösen fähig ist", betont er. Doch jeder solle sich an die schrecklichen Konsequenzen erinnern, wenn Egoismus und Zynismus an erster Stelle steht. Eine Warnung vor Trump?

"Habe mich entschieden, meine Haare abzuschneiden": Sara Kulka begeistert Fans mit neuer Frisur
Sara Kulka "Habe mich entschieden, meine Haare abzuschneiden": Sara Kulka begeistert Fans mit neuer Frisur

Tatsächlich. Schwarzenegger verurteilt die Taten des derzeitigen Präsidenten der USA scharf. Der Mann habe die Hoffnungen von Millionen Menschen in Wahlen zerstört.

Damit spielt er auf Trumps angeblichen Wahlsieg an. Denn der 74-Jährige akzeptiert seine Niederlage gegen Konkurrent Joe Biden (78) auch wochenlang nach der eindeutigen Abstimmung nicht.

Trump zog aufgrund des Ergebnisses oft vor Gericht. Doch obwohl er immer wieder verloren hatte, schürt er weiterhin haltlose Behauptungen im Internet. Dazu Schwarzenegger: "Die Fortsetzung dieser Scharade ist dumm, verrückt und böse."

Schwarzenegger warnt Trump-Unterstützer: "Ihr werdet in Schande leben!"

Donald Trump (73, l.) versucht alles, um weiterhin Präsident zu bleiben. Er ist oft auf Wahlkampfveranstaltungen (hier: in Georgia mit Republikanerin Kelly Loeffler, 50) zu sehen.
Donald Trump (73, l.) versucht alles, um weiterhin Präsident zu bleiben. Er ist oft auf Wahlkampfveranstaltungen (hier: in Georgia mit Republikanerin Kelly Loeffler, 50) zu sehen.  © Brynn Anderson/AP/dpa

Am 6. Januar soll Joe Biden in seinem Amt als kommender 46. Präsident der USA bestätigt werden, bevor er am 20. Januar die Stelle antritt.

Doch das wird von Protesten überschattet. Einige Republikaner aus dem Senat kündigten bereits an, weiter gegen Bidens Wahlsieg vorzugehen.

Obwohl Biden Demokrat ist und Trump Republikaner, ruft der republikanische Schwarzenegger dazu auf, Widerstand gegen Trump zu leisten. Er fordert seine Parteimitglieder auf, sich auf die Seite der Wähler zu stellen. Falls nicht, warnt er:

"Unsere Enkelkinder werden eure Namen nur als die Schurken kennen, die gegen das große amerikanische Experiment und den Willen der Wähler gekämpft haben. Ihr werdet in Schande leben."

Die Macht der Politiker kommt von den Wählern, so der 73-Jährige. Man darf sich niemals gegen diese stellen. In seinen letzten Zeilen des Briefes ruft er die Amerikaner dazu auf, für ihr Land einzustehen.

Schwarzeneggers Worte sorgen weltweit für Schlagzeilen. Tausende Menschen teilen seinen Beitrag im sozialen Netz. Und Trump? Der twittert weiter heftig gegen den angeblichen Wahlbetrug. Der Kampf für Gerechtigkeit, in Schwarzeneggers Augen dauert er weiterhin an.

Titelfoto: Paul Bersebach/Orange County Register via ZUMA/dpa

Mehr zum Thema Promis & Stars: