Tausende Corona-Gegner demonstrieren in Berlin, doch Attila Hildmann darf nicht!

Berlin - Berlin steht ein Wochenende mit zahlreichen Demonstrationen bevor. Allein rund 10.000 Teilnehmer sind nach Polizeiangaben am Samstag für die größte Kundgebung angemeldet.

Attila Hildmann spricht bei einer Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen im Lustgarten und hält dabei eine ABC-Schutzmaske.
Attila Hildmann spricht bei einer Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen im Lustgarten und hält dabei eine ABC-Schutzmaske.  © Jörg Carstensen/dpa

Unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" will dabei die Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart auf der Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Yitzhak-Rabin-Straße nahe dem Reichstag demonstrieren (15.30 bis 22 Uhr).

In Stuttgart hatte "Querdenken 711" wiederholt gegen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus und für die Wahrung der Grundrechte demonstriert. Für die Kundgebung in der Hauptstadt werde bundesweit mobilisiert, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag im RBB-Inforadio. 

Teilnehmer wollten mit Bussen anreisen. Auch Neonazi-Organisationen hätten zur Teilnahme aufgerufen.

Zudem wollte auch der selbsternannte Vegan-Papst und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann bei der großen Demonstration der Corona-Gegner auftreten. Doch wie schon vergangenes Wochenende, hat die Polizei seine Kundgebung abgesagt.

Das teilte die Sentasinnenverwaltung mit. An der bisherigen Begründung des Verbots habe sich nichts geändert hieß es.

Innensenator Andreas Geisel rechnet mit über 20.000 Demonstranten in Berlin

Gegen Hildmann ermittelt mittlerweile der Staatsschutz.
Gegen Hildmann ermittelt mittlerweile der Staatsschutz.  © Christophe Gateau/dpa

"Ich darf leider nicht auftreten. Die Berliner Polizei hat mir das verboten, weil es ja von mir zu strafrechtlich relevanten Aussagen kommen könnte. Man verbietet mir quasi den Mund", erklärte der Wut-Koch in einem YouTube-Video.

Der 39-jährige hatte dem einstigen Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck (59) mit dem Tod gedroht.

"Wenn ich Reichskanzler wäre, dann würde ich die Todesstrafe für Volker Beck wieder einführen, indem man ihm die Eier zertritt auf einem öffentlichen Platz", so der TV-Koch in seiner Rede auf einer Demonstration.

Immerhin rief er die Teilnehmer dazu auf eine Maske zu tragen, allerdings nicht wegen der zuletzt steigenden Infektionszahl und der Befürchtung vor einer zweiten Welle, sondern weil die Polizei kontrollieren wird. "Sie werden euch bis aufs Äußerste schikanieren. Das ist der Plan."

Doch es bleibt nicht nur bei dieser Demonstration. Für eine Kundgebung auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor (14 bis 22 Uhr) sind der Polizei zufolge rund 3000 Teilnehmer angemeldet, die sich für Frieden, Meinungsvielfalt und Demokratie stark machen wollen. Bei einem Aufzug von der Straße Unter den Linden bis zur Straße des 17. Juni (11 bis 15.30 Uhr) wollen laut Polizei rund 100 Demonstranten mitlaufen.

Innensenator Geisel rechnet für das Wochenende mit insgesamt rund 22.000 Demonstranten. Rund 1500 Polizeibeamte werden im Einsatz sein.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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