Corona-Leugner Attila Hildmann in Dresden: Darum besucht er die Stadt

Dresden - Der Vegan-Koch und Verbreiter von Verschwörungsideologien rund um Covid-19, Attila Hildmann (39), ist in der Stadt.

T-Shirts dieser Art trägt Attila (39) sehr oft. Hier spricht er bei einer Kundgebung in Berlin Anfang Juli. Mit Maske sieht man ihn nie.
T-Shirts dieser Art trägt Attila (39) sehr oft. Hier spricht er bei einer Kundgebung in Berlin Anfang Juli. Mit Maske sieht man ihn nie.  © Christophe Gateau/dpa

Ob sich Sachsens Landeshauptstadt über diesen Besuch freuen kann, ist fraglich. 

In einer seiner unzähligen Telegram-Nachrichten kündigte er am gestrigen Freitagabend gegen 23.19 Uhr an, dass er sich mitten auf der Autobahn von Berlin nach Dresden befinde.

Im Hintergrund sind dabei deutlich die Geräusche der vorbeifahrenden Autos zu hören. Rund zehn Minuten wetterte er während der Audionachricht wie üblich gegen alles, was mit Corona zu tun hat.

An dieser Stelle sei freundlich darauf hingewiesen, dass die Handynutzung während der Fahrt strengstens untersagt ist. 

Der 39-Jährige erreichte dennoch wohlbehalten die schöne Barock-Stadt. Doch was will er eigentlich hier? Für seine Aussagen rund um Nanochips in Impfstoff-Sets wäre Attila wohl kaum nach Dresden gekommen. 

Vielleicht für das vegane Eis? Um 15 Uhr ließ er über 8000 Menschen wissen, dass er eben Bio-Mango-Eis isst.

"Ich hab gehört, morgen ist hier in Dresden 'ne Demo", sagte er. "Also ich glaub, in Dresden darf ich hier auf 'ner Demo reden." Damit spielte er auf einige seiner Demonstrationsverbote in Berlin an. Denn diese wurden ihm aufgrund von antisemitischen Äußerungen, Verharmlosung des Nationalsozialismus sowie Drohungen nicht genehmigt.

Von welcher Demonstration spricht Attila Hildmann?

Laut mehreren Twitter-Meldungen wurde er bereits in der Stadt gesichtet. Es ist unklar, von welcher Demo genau er redet. Denn bislang gab es keine Hinweise auf eine Demonstration von Corona-Leugnern am Sonntag.

Auch das Netz rätselt um sein Vorhaben. Ein Twitter-User berichtete, dass es eine kleine Versammlung von Menschen im Großen Garten gab, die ohne Masken gegen Corona-Beschränkungen protestierten. Attila soll bei dieser wohl nicht aufgetaucht sein.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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