Ausnahmezustand in Regensburg: Papst Benedikt (93) blüht durch Besuch bei Bruder auf

Regensburg - Zum fünften Mal binnen drei Tagen hatte der emeritierte Papst Benedikt in Regensburg seinen Bruder Georg Ratzinger besucht. 

Zahlreiche Schaulustige beobachten die Autokolonne mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI. vor dem Wohnhaus seines Bruders.
Zahlreiche Schaulustige beobachten die Autokolonne mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI. vor dem Wohnhaus seines Bruders.  © Armin Weigel/dpa

Die Begegnungen seien für die beiden Männer "sehr belebend", sagte Bistumssprecher Clemens Neck am Samstag. 

Benedikt werde mindestens über das Wochenende in seiner alten Heimat bleiben. Der frühere Papst war am Donnerstag überraschend ans Krankenbett seines 96-jährigen Bruders gereist, nachdem sich Georg Ratzingers Gesundheitszustand zuletzt verschlechtert hatte (TAG24 berichtete). 

Der Aufenthalt war zunächst für drei Tage geplant - mit offenem Rückreisedatum.

In Regensburg, wo er einst als Theologie-Professor tätig war, wohnt Benedikt während seines Besuches abgeschirmt in einem Gästetrakt des Priesterseminars. 

Zweimal täglich bringt der Malteser Hilfsdienst Benedikt mit einem rollstuhlgerechten Bus zur Wohnung des Bruders in der Altstadt. Hinter den leicht getönten Fensterscheiben ist der 93-Jährige schemenhaft zu sehen. 

Während der Fahrt winkt er immer wieder Passanten zu. 

Massen sammeln sich in den engen Gassen, um einen Blick auf den emeritierten Papst zu erhaschen

Der emeritierte Papst Benedikt XVI (93) wird mit einem Rollstuhl in einen Bus geschoben.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI (93) wird mit einem Rollstuhl in einen Bus geschoben.  © Daniel Karmann/dpa

Begleitet wird Benedikt, der als Joseph Ratzinger geboren wurde, von etwa einem Dutzend Fahrzeugen der Polizei und eines Spezialeinsatzkommandos.

Vor dem Wohnhaus versammelte sich auch am Samstag wieder eine kleine Schar Schaulustiger. Die Gasse ist von der Polizei abgesperrt, nur Anwohner dürfen hinein. 

Die Leute äußerten Verständnis für den Wunsch der Brüder, sich noch einmal sehen zu wollen. Nur eine Passantin beklagte sich am Vormittag lautstark über den Aufwand, der dafür betrieben werde.

Mindestens bis Montag wird Papst Benedikt nun in Regensburg bleiben. Auch wenn die Reise den 93-Jährigen laut Neck physisch an die Grenze bringt: Die Begegnungen scheinen den Brüdern gut zu tun.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa, Daniel Karmann/dpa

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