Kontra K. übt Konsumkritik: "Wir Rapper haben ziemlich viel verkackt"

Berlin/Hamburg - Sinneswandel bei Kontra K. (34 "Fame"): Der Rapper kritisiert den Luxusmarken- und Angeber-Hype im Rap-Geschäft.

Rapper Kontra K. (34) auf dem roten Teppich bei der Verleihung der 1live Krone 2019. Der Berliner hat in einer Sendung des NDR selbstkritisch Konsumkritik geübt. (Archivfoto)
Rapper Kontra K. (34) auf dem roten Teppich bei der Verleihung der 1live Krone 2019. Der Berliner hat in einer Sendung des NDR selbstkritisch Konsumkritik geübt. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

"Wir Rapper haben ziemlich viel verkackt", sagt der Berliner Musiker, der früher in seinen Videos selbst teure Markenklamotten trug, laut NDR in einer neuen Reportage von "STRG_F".

"Zu sagen, ja, sind nicht unsere Kinder, ist die billigste Ausrede." Rap habe Einfluss und forme die nächste Generation.

"Früher ging es darum, wie krass man war. Heute geht es darum, welche krassen Sachen du hast. Wer hat die krasseste Kette? Wer zieht die krassesten, teuersten Schuhe an? Wer hat die limitierte Auflage von what the fuck?! Hauptsache, es kostet viel Geld. Und das ist Quatsch."

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Das Reportageformat STRG_F (NDR/funk) veröffentlichte am Dienstag einen Beitrag über Markenprodukte und ihre Fakes.

Nach einer Recherche des Funk-Formats (Funk ist das digitale Jugendangebot von ARD und ZDF) enthält fast die Hälfte der Rap-Hits der vergangenen fünf Jahre Markennamen.

Untersucht wurden alle Rap-Songs, die in den deutschen Singlecharts auf Platz eins landeten. In 31 von 71 untersuchten Titeln werden demnach Marken besungen: am häufigsten Gucci (13 Songs), danach folgen Louis Vuitton (acht Songs) sowie Rolex und Prada (jeweils fünf).

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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