Boris Becker vor Gericht: Muss er auch wegen Ex-Frau Lilly jetzt ins Gefängnis?

London (Großbritannien) - Boris Becker (52) muss sich vor einem Londoner Gericht gegen schwere Vorwürfe wehren. Der ehemalige Tennisprofi soll insolvent sein und Gelder unterschlagen haben. Nun könnten ihm ausgerechnet seine beiden Ex-Frauen zum Verhängnis werden.

Lilly Becker (44) könnte noch eine entscheidende Rolle im Prozess ihres Ex-Mannes spielen.
Lilly Becker (44) könnte noch eine entscheidende Rolle im Prozess ihres Ex-Mannes spielen.  © instagram.com/lillybeckerofficial/

Laut Bild-Zeitung, der die Anklageschrift vorliegt, werde Becker demnach vorgeworfen, Geld aus der Insolvenzmasse entfernt zu haben. Möglich sei dies durch illegale Überweisungen gewesen - und diese seien unter anderem an seine beiden früheren Ehefrauen Lilly (44) und Barbara (53) gegangen.

Insgesamt 432.600 Euro in zehn Zahlungen soll der frühere Profi-Sportler im Zeitraum zwischen dem 22. Juni und 28. September 2017 verschwinden lassen haben. Lilly erhielt gemäß der Anklageschrift 100.000 Euro am 23. Juni des Jahres 2017.

Das war zwei Tage, nachdem Becker vom Gericht in London als zahlungsunfähig erklärt worden war.

Am 21. August gingen nochmals 5497 Euro auf das Konto der Becker-Ex, von der er zum damaligen Zeitpunkt bereits seit drei Monaten getrennt war.

Barbara bekam 23.062 Euro am 26. Juni 2017 und 11.310 Euro am 7. Juli 2017, so der Bericht.

Der eigentliche Prozess gegen Boris Becker soll erst 2021 starten

Boris Beckers (52) Prozess beginnt wohl erst im kommenden Jahr.
Boris Beckers (52) Prozess beginnt wohl erst im kommenden Jahr.  © instagram.com/borisbeckerofficial/

Laut Gericht hätte Becker die Überweisungen nicht tätigen dürfen. Bisher wollte sich der 52-Jährige nicht öffentlich zu den Vorwürfen äußern. Sein Anwalt Jonathan Caplan behauptete gegenüber Bild: "Die Erklärungen und Antworten meines Mandanten werden bei der Verhandlung vorgelegt."

Bei einer ersten entsprechenden Anhörung erklärte sich Becker am vergangenen Donnerstag im Gerichtssaal des Southwark Crown Court in London wiederholt für "nicht schuldig".

"Er ist völlig unschuldig und beabsichtigt, sich zu gegebener Zeit vor Gericht zu verteidigen", kündigt Beckers Sprecher Aaron Stephans an. Der Prozess soll erst am 13. September 2021 starten.

Becker bleibt zwar vorerst auf freiem Fuß, muss bei Reisen aber Rücksprache mit der Insolvenzbehörde halten.

Titelfoto: instagram.com/borisbeckerofficial/; instagram.com/lillybeckerofficial/

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