Abou-Chaker-Prozess: Rapper Bushido wieder als Zeuge befragt

Berlin - Rapper Bushido (42) ist nach einer dreiwöchigen Pause im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker (44) am Berliner Landgericht wieder in den Zeugenstand gerufen worden.

Anis Mohamed Youssef Ferchichi (42, l.), bekannt als Rapper Bushido, steht beim Prozess gegen den Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie neben seinem Anwalt.
Anis Mohamed Youssef Ferchichi (42, l.), bekannt als Rapper Bushido, steht beim Prozess gegen den Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie neben seinem Anwalt.  © ---/dpa Pool/dpa

Über einen der drei mitangeklagten Brüder seines ehemaligen Geschäftspartners sagte der Musiker am Montag, der Mann habe "auf Ansage gemacht, was sein Bruder wollte - ohne zu hinterfragen".

Laut Anklage soll es zu Straftaten zum Nachteil Bushidos gekommen sein, nachdem er 2017 die Beziehungen zu seinem Geschäftspartner aufgelöst habe.

Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an Bushidos Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Michael Wendler und Ex Claudia: Mit dieser Abzock-Masche finanzieren sie ihr Luxusleben
Michael Wendler Michael Wendler und Ex Claudia: Mit dieser Abzock-Masche finanzieren sie ihr Luxusleben

Bushido sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche und einem Stuhl attackiert worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 44-jährigen Hauptangeklagten Abou-Chaker Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor.

Der Clanchef und seine mitangeklagten Brüder schweigen bislang.

"Auf Knopfdruck konnte er aber ein unangenehmer Typ werden"

Anis Mohamed Youssef Ferchichi (44), bekannt unter dem Künstlernamen Bushido, sitzt als Nebenkläger im Prozess gegen den Chef eines bekannten arabischstämmigen Clans und drei seiner Brüder in einem Gerichtssaal.
Anis Mohamed Youssef Ferchichi (44), bekannt unter dem Künstlernamen Bushido, sitzt als Nebenkläger im Prozess gegen den Chef eines bekannten arabischstämmigen Clans und drei seiner Brüder in einem Gerichtssaal.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Der Rapper wird in dem seit sieben Monaten laufenden Prozess von Personenschützern in den Gerichtssaal begleitet.

Auch die Familie von Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, steht unter Polizeischutz. Der 42-Jährige wurde im Prozess bereits mehr als 20 Mal als Zeuge befragt.

Bushido sagte, der 39-jährige Angeklagte habe wegen eines Drogenproblems Ärger mit Arafat Abou-Chaker bekommen. Eigentlich sei der 39-Jährige nett und lustig gewesen.

"Homophobes Arschloch": Josimelonie giftet gegen Schlagerstar Andreas Gabalier
Josimelonie "Homophobes Arschloch": Josimelonie giftet gegen Schlagerstar Andreas Gabalier

"Auf Knopfdruck konnte er aber ein unangenehmer Typ werden", so Bushido über diesen Bruder des Hauptangeklagten.

Ob der Einfluss von Rauschgift dabei eine Rolle gespielt habe, könne er nicht sagen. Auch zu Dosis und Häufigkeit des mutmaßlichen Drogenkonsums des 39-Jährigen könne er keine Auskunft geben. Der Prozess wird am 24. März fortgesetzt.

Titelfoto: ---/dpa Pool/dpa

Mehr zum Thema Bushido: