Bushido über Abou-Chaker: "Wollte mich psychisch in der Mitte durchbrechen"

Berlin - Psychische Folter: Der Rapper Bushido (42) wollte seinem Ex-Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker (44) nach eigener Aussage 1,8 Millionen Euro Trennungsgeld nur zahlen, um seine Familie zu schützen.

Bushido (42) mit Maske im Landgericht Berlin. Am zwölften Prozesstag sagte der Berliner Rapper erneut gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker aus.
Bushido (42) mit Maske im Landgericht Berlin. Am zwölften Prozesstag sagte der Berliner Rapper erneut gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker aus.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

"Auf juristischer Ebene hätte ich ihm keinen Cent angeboten", sagte der Musiker am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht als Zeuge.

"Ich habe nie gedacht, dass er einen Anspruch hat", betonte der 42-Jährige in schwarzer Jacke, auf deren Rücken der Spruch prangte: Leave me alone. Bushido wurde wieder von Personenschützern in den Gerichtssaal gebracht.

Seit mehr als zwei Jahren bekommen auch seine Frau und Kinder Personenschutz, sein Leben sei seitdem ein anderes, so Bushido.

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Bushido sagte am zwölften Tag seiner Befragung, er habe es hingenommen, dass Arafat Abou-Chaker bei dem Treffen die Tür abgeschlossen habe.

Sein Ex-Partner sei "förmlich explodiert", habe ihn als Verräter und Lügner beschimpft und bedroht.

"Er hatte nicht vorgehabt, die Trennung zu erlauben." Abou-Chaker habe gesagt, er gehöre ihm, so Bushido. "Es ist eine Illusion, dass er mich gemacht hat."

Die Verteidigung bezweifelte die Angaben Bushidos zu dem Treffen in dem Büro im Januar 2018

Clanchef Arafat Abou-Chaker (44, r.) betritt mit einem Anwalt das Gerichtsgebäude. Die Verteidigung bezweifelte die Angaben Bushidos zu dem Treffen in dem Büro im Januar 2018.
Clanchef Arafat Abou-Chaker (44, r.) betritt mit einem Anwalt das Gerichtsgebäude. Die Verteidigung bezweifelte die Angaben Bushidos zu dem Treffen in dem Büro im Januar 2018.  © Christophe Gateau/dpa

In seiner Familie sei der Clanchef die treibende Kraft, die Brüder hätten nichts zu sagen, schilderte Bushido. Er sei ein Profi, der jedem seine Rolle zuteile.

Vor dem auf ihn selbst zufliegenden Stuhl habe er sich wegducken können, so der 42-Jährige.

Er habe Angst gehabt. "Er wollte mich einschüchtern, mich psychisch in der Mitte durchbrechen." Die Beschimpfungen seien ehrverletzend gewesen, das "hat mir die Tränen in die Augen getrieben".

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Die Verteidigung bezweifelte die Angaben Bushidos zu dem Treffen in dem Büro im Januar 2018. Es sei dort zu keinem körperlichen Angriff auf den Musiker gekommen.

Es gebe auch keine anderen Zeugen. Weitere Verhandlungstage sind zunächst bis Ende April vorgesehen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

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