Platzt der Bushido-Prozess? Gericht will Fragen zur Hausdurchsuchung klären

Berlin - Der Prozess gegen den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker (44) und drei seiner Brüder geht am Montag (9.30 Uhr) weiter.

Bushido setzt sich zu Beginn des Prozesses gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker auf seinen Platz. (Archiv)
Bushido setzt sich zu Beginn des Prozesses gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker auf seinen Platz. (Archiv)  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

Das Landgericht will sich mit Fragen zu einer kürzlichen Durchsuchung bei dem Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker unter anderem in seiner Villa befassen. 

Seine Verteidiger hatten im Zusammenhang mit der Razzia eine Einstellung oder Aussetzung des Prozesses beantragt. Darüber hat das Gericht noch nicht entschieden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Clanchef Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido (42) vor. Drei Brüder von Arafat A.-Ch. sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Laut Anklage kam es zu Straftaten, nachdem der Rapper 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst hatte. 

Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionenzahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der 42-jährige Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, ist in dem seit Mitte August laufenden Prozess Nebenkläger und Zeuge. Er soll im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein. Arafat und Bushido galten einst als Partner im Musikgeschäft.

Der Rapper hat bereits an mehreren Prozesstagen ausgesagt. Er verglich seine Beziehung zu dem Clanchef mit einer Zwangsheirat und sprach von unfreiwilligen Zahlungen an ihn.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

Mehr zum Thema Bushido:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0