Prozess gegen Arafat Abou-Chaker: Bushido weiter als Zeuge befragt

Berlin - Bushido wieder im Zeugenstand: Im Prozess gegen Clanchef Arafat Abu-Chaker (44) und drei seiner Brüder soll am Mittwoch um 9.30 Uhr die Befragung von Rapper Bushido (42) als Zeuge fortgesetzt werden. Der Musiker ist in dem Prozess am Berliner Landgericht auch Nebenkläger.

Bushido (42) steht beim Prozess gegen Arafat Abou-Chaker neben seinem Anwalt. Am Mittwoch wird der Rüpel-Rapper erneut im Zeugenstand erwartet.
Bushido (42) steht beim Prozess gegen Arafat Abou-Chaker neben seinem Anwalt. Am Mittwoch wird der Rüpel-Rapper erneut im Zeugenstand erwartet.  © ---/dpa Pool/dpa

Den vier Mitgliedern einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie werden Straftaten zum Nachteil Bushidos vorgeworfen, nachdem dieser 2017 die Geschäftsbeziehungen zu Clanchef Arafat Abou-Chaker aufgelöst habe.

Dieser habe die Trennung laut Anklage aber nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt die Zahlung von angeblichen Schulden beziehungsweise die Beteiligung an dessen Musikgeschäften in Millionenhöhe gefordert.

Bushido sei demnach bedroht, beschimpft, in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung vor.

Am elften Tag seiner Zeugenaussage hatte Bushido im Dezember erklärt, er sei bereit gewesen, 1,8 Millionen Euro zu zahlen, um die Trennung zu erreichen.

Der Clanchef sei jedoch nicht darauf eingegangen. Arafat Abou-Chaker habe ihn "psychisch geknickt". Was ihm im Januar 2018 in dem Büro angetan worden sei, habe ihn "traumatisiert", so der Musiker. Seine Ehefrau habe dann Kontakt zum Landeskriminalamt aufgenommen. Weitere Verhandlungstage sind zunächst bis Ende April vorgesehen.

Titelfoto: ---/dpa Pool/dpa

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