Prozess gegen Arafat Abou-Chaker: Bushidos schwangere Frau als Zeugin erwartet!

Berlin - Im Strafprozess gegen einen Berliner Clanchef wird am Montag (9.30 Uhr) die Ehefrau von Rapper Bushido als Zeugin erwartet. Der Musiker war vom Landgericht Berlin bereits an 25 Prozesstagen befragt worden.

Am Montag wird der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker (45) fortgesetzt.
Am Montag wird der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker (45) fortgesetzt.  © dpa/Christophe Gateau

Nun soll die 39-jährige Anna-Maria Ferchichi aussagen. Wie ihr Mann ist auch sie seit Monaten als bedroht eingestuft und bekommt Personenschutz. Vor Kurzem hatte Bushido auf Instagram verkündet, dass er mit seiner Frau Drillinge erwarte.

Dem 45-jährigen Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker werden Straftaten gegen seinen einstigen Geschäftspartner Bushido vorgeworfen - Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung.

Drei mitangeklagte Brüder sollen Mittäter sein. Die Vier haben sich im Prozess bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Seit zehn Monaten wird verhandelt, ein Ende ist nicht in Sicht. Weitere Termine bis Dezember sind festgelegt.

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Anna-Maria Ferchichi, die Schwester von Sängerin Sarah Connor, gilt als starke Frau an Bushidos Seite. Er habe es ihr zu verdanken, dass er die Trennung von Arafat Abou-Chaker gewagt habe, hatte der Rapper im Prozess gesagt.

Im Januar 2019 ging Bushido zur Polizei

Auch Bushidos (42) schwangere Ehefrau Anna-Maria Ferchichi (39) soll vor Gericht aussagen.
Auch Bushidos (42) schwangere Ehefrau Anna-Maria Ferchichi (39) soll vor Gericht aussagen.  © dpa/Michael Kappeler

Er sei schockiert gewesen, als er von der Bedrohung seiner Frau und Kinder im November 2018 erfahren habe. Zunächst habe er aus "Angst und Ehre" geschwiegen. Erst im Januar 2019 habe er dann gegen Arafat Abou-Chaker bei der Polizei ausgesagt.

Bushido hatte seine Beziehungen zu Arafat Abou-Chaker nach mehr als einem Jahrzehnt privatem und geschäftlichem Miteinander aufgelöst. Dieser habe das laut Anklage nicht akzeptieren wollen und unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an Bushidos Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der Rapper sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden.

Titelfoto: dpa/Christophe Gateau, dpa/Michael Kappeler

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