Prozess gegen Clan-Chef Abou-Chaker: Jetzt soll Bushidos Frau aussagen

Berlin - Im Prozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker (45) soll die Ehefrau von Rapper Bushido (42) als nächste Zeugin gehört werden.

Anna-Maria Ferchichi, die Ehefrau des Berliner Rappers Bushido (42), soll als Nächstes im Prozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker aussagen.
Anna-Maria Ferchichi, die Ehefrau des Berliner Rappers Bushido (42), soll als Nächstes im Prozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker aussagen.  © Sebastian Willnow/ZB/dpa

Anna-Maria Ferchichi (39) sei für den 21. Juni geladen, gab die 38. Große Strafkammer des Berliner Landgerichts am Montag bekannt.

"Wir werden sie dann voraussichtlich vernehmen können", erklärte der Vorsitzende Richter am inzwischen 37. Verhandlungstag im Prozess um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil von Bushido.

Der Rapper, bürgerlich Anis Ferchichi, hatte in dem seit August 2020 laufenden Verfahren an 25 Tagen als Zeuge Rede und Antwort gestanden.

Sarah Engels zeigt ihre Baby-Kugel: "Weiß echt nicht, wo das hinwachsen wird"
Sarah Engels Sarah Engels zeigt ihre Baby-Kugel: "Weiß echt nicht, wo das hinwachsen wird"

Laut Anklage soll er Straftaten ausgesetzt gewesen sein, nachdem der Rapper im September 2017 die Beziehungen zu seinem langjährigen Geschäftspartner aufgelöst habe.

Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an Bushidos Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der Rapper sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden.

Verhandlung gegen Arafat Abou-Chaker könnte sich noch bis Ende 2021 hinziehen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-jährigen Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor. Mitangeklagt sind drei Brüder des Clan-Chefs. Die vier Männer haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Ein Ende des Prozesses ist nicht absehbar. Das Landgericht hat inzwischen weitere Verhandlungstage bis zum 22. Dezember terminiert. Die Verhandlung wird am 21. Juni fortgesetzt.

Titelfoto: Sebastian Willnow/ZB/dpa

Mehr zum Thema Bushido: