Prozess von Bushido gegen Clanchef Arafat nimmt kein Ende

Berlin - Wer auf ein schnelles Prozess-Ende zwischen Bushido (42) und Arafat A.-Ch. (45) gehofft hat, der wurde abermals enttäuscht. Der Rechtsstreit geht in die nächste Runde.

Clanchef Arafat A.-Ch. (45) schweigt weiterhin zu Bushidos Vorwürfen.
Clanchef Arafat A.-Ch. (45) schweigt weiterhin zu Bushidos Vorwürfen.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Der Prozess gegen Clanchef Arafat A.-Ch. und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil von Rapper Bushido ist ins zweite Jahr gegangen.

Ein Ende ist nicht absehbar. Weitere Prozesstage bis zum 26. Januar 2022 seien terminiert, hieß es am Mittwoch am Rande der Verhandlung am Berliner Landgericht.

An dem inzwischen 44. Prozesstag sagte ein Musikmanager aus einer anderen arabischstämmigen Großfamilie, es seien "wohl viele Sachen" gewesen, die zur Trennung von Bushido und seinem langjährigen Geschäftspartner Arafat A.-Ch. geführt hätten. Danach habe er für kurze Zeit den Rapper gemanagt, so der Zeuge.

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Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, und der 45-jährige Arafat A.-Ch., Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, galten als Partner im Musikgeschäft.

Laut Anklage kam es zu mutmaßlichen Straftaten, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst hatte.

Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von dem Musiker eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Clanchef Arafat A.-Ch. soll Bushido "wie sein Eigentum behandelt" haben

Bushido (42) wurde über acht Monate lang zu dem Fall befragt.
Bushido (42) wurde über acht Monate lang zu dem Fall befragt.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Bushido soll im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein.

Die Anklage lautet unter anderem auf versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung. Die vier Brüder haben zu den Vorwürfen geschwiegen.

Bushido hatte im Prozess als Zeuge erklärt, er habe 16 Jahre lang niemandem offenbart, dass es aus seiner Sicht von Anfang an eine "erzwungene Zusammenarbeit" gewesen sei.

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Der Clanchef habe an ihm verdient und ihn "wie sein Eigentum behandelt". Die Befragung des Rappers hatte sich über fast acht Monate hingezogen.

Der als Zeuge befragte Musikmanager sagte weiter, im Zusammenhang mit dem Zerwürfnis von Bushido und Arafat A.-Ch. habe er sich "nicht aufgedrängt". Er kenne beide Männer seit Jahren.

Seine geschäftliche Zusammenarbeit mit Bushido sei kurz gewesen - "sie begann schnell und endete auch schnell". Bei der Auflösung des Managervertrages habe es keine Geldzahlungen gegeben.

Der Prozess wird am 23. August fortgesetzt.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

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