Wegen Komplikationen! Bushidos schwangere Ehefrau kann nicht vor Gericht aussagen

Von Jutta Schütz

Berlin - Im Strafprozess gegen den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker konnte Bushidos (42) Ehefrau Anna-Maria Ferchichi (39) am Mittwoch nicht wie geplant als Zeugin befragt werden.

Bushidos (42) schwangere Ehefrau Anna-Maria Ferchichi (39) sollte am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht aussagen.
Bushidos (42) schwangere Ehefrau Anna-Maria Ferchichi (39) sollte am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht aussagen.  © dpa/Michael Kappeler

Die 39-Jährige kam nicht ins Landgericht der Hauptstadt. Es gebe Komplikationen bei ihrer Mandantin, verlas der Vorsitzende Richter am Mittwochmorgen eine Mail der Anwältin der Zeugin.

Im Laufe des Tages sollte ein Attest nachgereicht werden. Die Mail habe das Gericht am Morgen um 8.16 Uhr erreicht. Frau Ferchichi, Schwester der Sängerin Sarah Connor, ist mit Drillingen schwanger.

Anna-Maria Ferchichi hatte bereits an drei Prozesstagen ausgesagt. So berichtete sie, der langjährige Geschäftspartner ihres Mannes, Arafat Abou-Chaker, habe alles in ihrem Leben bestimmt - dieser Einfluss habe ihr Angst gemacht.

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Wie Bushido, der zuvor an 25 Prozesstagen als Zeuge Rede und Antwort gestanden hatte, war auch seine Frau von Personenschützern im Gericht bewacht worden.

Arafat Abou-Chaker unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt

Arafat Abou-Chaker (45) sitzt wegen verschiedener Delikte - darunter schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung - auf der Anklagebank.
Arafat Abou-Chaker (45) sitzt wegen verschiedener Delikte - darunter schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung - auf der Anklagebank.  © dpa/Christophe Gateau

Der 42-jährige Musiker hatte seine Beziehung zu Abou-Chaker mit einer Zwangsheirat verglichen. Bushido ist in dem seit August 2020 laufenden Verfahren auch Nebenkläger.

Dem Hauptangeklagten Abou-Chaker werden Straftaten zum Nachteil von Anis Ferchichi, so lautet der bürgerliche Name des Musikers, vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft legt dem 45-Jährigen Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung zur Last. Seine Brüder sollen Mittäter gewesen sein. Die vier Männer haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

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Zu den Taten soll es gekommen sein, nachdem Bushido die langjährigen Beziehungen zu seinem Geschäftspartner aufgelöst hatte. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen.

Der Rapper wurde laut Anklage bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche und einem Stuhl attackiert.

Titelfoto: dpa/Michael Kappeler, dpa/Christophe Gateau

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