Cathy Hummels stellt klar: "Sind keine Feinde mehr, sondern Freunde"

München - Cathy Hummels (34) macht aus dem Kampf gegen ihre seelische Erkrankung kein Geheimnis. Vielmehr geht die Bayerin unter anderem auf Instagram offen mit dem Thema um - und will so anderen Betroffenen Mut machen.

Cathy Hummels (34) hat sich auf Instagram einmal mehr mit einer wichtigen Botschaft an ihre mehr als 690.000 Follower gerichtet.
Cathy Hummels (34) hat sich auf Instagram einmal mehr mit einer wichtigen Botschaft an ihre mehr als 690.000 Follower gerichtet.  © Tobias Hase/dpa

"Meine erste Depression hatte ich mit 15 Jahren", leitet die Influencerin und Moderatorin einen Post auf der Social-Media-Plattform vom Freitag ein und ergänzt, seitdem "ein anderer Mensch" zu sein.

Sie sei eine "sehr tiefsinnige, feinfühlige, ehrliche, nachdenkliche und empathische Frau", führt die gebürtige Dachauerin aus. "Manchmal glaub ich, dass ich diese Emotionen schon immer in mir hatte, denn als kleines Mädchen trug ich immer goldene Schuhe und Blümchen. Es hat mich immer mit so viel Freude erfüllt. Ich hab mich dann gut gefühlt."

"Glanz und Liebe" habe sie durch Mode in sich geholt. "Wenn man von innen diesen Selbstwert nicht hat, dann muss man sich dieses Gefühl irgendwie zuführen", stellt Hummels weiter fest.

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Wenn sie in der heutigen Zeit auf das Vergangene zurückblicke, dann merke sie entsprechend, "wie mich meine Depression geprägt, verändert, aber auch stärker gemacht hat". Sie habe sich durch diese "kennengelernt", schildert die 34-Jährige.

Hummels legt in ihrem Beitrag allerdings viel Wert darauf, zu betonen, dass dies auf keinen Fall falsch aufgefasst werden dürfe.

"Ich habe viele Therapien machen müssen, damit ich 'überlebe'", stellt sie zu ihrer Erkrankung klar. Die teils dunklen Stunden hat sie in Form ihres Buches "Mein Umweg zum Glück" verarbeitet und in diesem Zusammenhang zugleich einen Einblick hinter die in den sozialen Medien oft nur schillernde und schlichtweg trügerische Fassade gegeben.

Cathy Hummels geht "Hand in Hand" mit ihrer Depression durchs Leben

Was sich inzwischen geändert hat? "Heute stehe ich zu mir, verbiege mich nicht, akzeptiere mich", schreibt die glückliche und stolze Mutter des kleinen Ludwig (4), der bei all ihren beruflichen Verpflichtungen stets den Mittelpunkt ihres Lebens darstellt.

Ihre Depression sei nicht in Kategorien wie schwarz oder weiß einzuordnen und auch nicht als "grässliches Monster" zu sehen.

Vielmehr sei sie "pink und farbenfroh gefüllt mit Licht und Sonne". Weshalb? "So gehen wir nämlich Hand in Hand durchs Leben." Sie zeige ihr, was sie benötige, um glücklich zu sein. "Wir sind keine Feinde mehr, sondern Freunde."

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

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