Christoph Metzelder sei "nicht pädophil": Jetzt spricht der Anwalt des Ex-Kickers!

Düsseldorf - Am 29. April 2021 muss der ehemalige Nationalspieler Christoph Metzelder (40) vor Gericht. Die Vorwürfe unter anderem: Besitz und Weitergabe von Kinderpornografie! Nun meldet sich der Anwalt des Ex-Kickers zu Wort.

Christoph Metzelder (40) muss am 29. April in Düsseldorf vor Gericht.
Christoph Metzelder (40) muss am 29. April in Düsseldorf vor Gericht.  © Oliver Killig/ZB/dpa

"Die Frage: Ist Herr Metzelder pädophil? Nein, ist er natürlich nicht."

Diese Aussage des Kölner Anwalts Ulrich Sommer steht felsenfest über dem Exklusiv-Interview mit RTL.

Im Gespräch mit Reporter Ulrich Klose (64) versucht der Anwalt das Verhalten und den Sachverhalt aus Sicht seines Mandanten zu erklären.

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Der Vorwurf, Metzelder habe laut Anklage in insgesamt 29 Fällen "einer anderen Person Besitz an kinderpornografischen Schriften" verschafft, steht nach wie vor im Raum. Zudem habe er in einem Fall kinderpornographische und jugendpornographische Schriften besessen.

Bei der Person, der er die Schriften zugeschickt haben soll, handele es sich um eine 40-Jährige, die Sommer gezielt als "Provokateurin" bezeichnet.

Es soll in langen Chats zwischen Metzelder und ihr um Sexphantasien gegangen sein. Ausdrücklich auf Antrieb von ihr habe sich der anfänglich einfache sexuelle Austausch in die Richtung entwickelt, dass der 40-Jährige ihr kinderpornografische Fotos zuschicken sollte.

Der Vorwurf, sie habe Metzelder gezielt in diese Richtung gedrückt, lässt er zumindest hinter vorgehaltener Hand im Raum stehen. Denn laut dem Juristen habe die Frau schon lang vor den Ermittlungen Kontakt zu Polizisten gehabt.

Inwieweit dabei ein Zusammenhang bestehe, wolle er im Prozess klären.

Metzelder bei der Suche nach einem "Kick" übers Ziel hinausgeschossen

Metzelders Anwalt Ulrich Sommer (69).
Metzelders Anwalt Ulrich Sommer (69).  © Thomas Frey/dpa

Metzelder, der sich nach RTL-Informationen auf eigene Faust seit anderthalb Jahren in Behandlung befindet, soll seinem Anwalt anvertraut haben, dass er "selber erschrocken" sei, dass es "so etwas wie ein Doppelleben" gebe.

Er habe sich aufgrund der Suche nach einem "Kick" in eine solche Situation gebracht. Irgendwann gebe es dann "diesen Kick auch mit Dingen, die man tunlichst nicht angefasst haben sollte", lässt sich Sommer zitieren.

Der Advokat selber habe die Daten gesehen, die vom Handy des ehemaligen Fußballers ausgelesen wurden.

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Es würde sich dabei "nur um Screenshots" handeln, von jungen Frauen, "die Sie und ich genauso attraktiv finden würden", behauptet er. Fakt ist aber auch - und das erwähnte Klose - dass es sich neben diesen Screenshots auch um "eine ganze Menge Kinder und sexualisierte Gewalt" handelte.

Wie der Prozess ausgeht, scheint nach Ansicht des Anwaltes offen. Sogar eine "verfahrensbeendende Absprache zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht" sei denkbar, so RTL. Dies wäre gleichbedeutend mit der Beendigung des Hauptprozesses.

Man rechne vonseiten der Verteidigung "mit allem".

Titelfoto: Oliver Killig/ZB/dpa, Thomas Frey/dpa

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