Daniel Küblböck soll für tot erklärt werden: Amtsgericht unterläuft Fehler

Berlin - Das Verschwinden von Daniel Küblböck (34) schlägt weiter hohe Wellen. Vor zwei Jahren sprang der ehemalige DSDS-Star während einer Kreuzfahrt vermutlich in den eiskalten Atlantik. Seitdem gilt der Sänger und Nachwuchsschauspieler als vermisst.

Günther Küblböck will seinen Sohn Daniel nicht für tot erklären lassen
Günther Küblböck will seinen Sohn Daniel nicht für tot erklären lassen  © Henning Kaiser/dpa, Fredrik von Erichsen/dpa

Wie das Amtsgericht Passau vergangene Woche verkündet hatte, soll der 34-Jährige nun für tot erklärt werden. "Der Verschollene wird aufgefordert, sich bis spätestens 25. September 2020 beim Amtsgericht Passau (...) – Abteilung für Verschollenheitssachen – zu melden, widrigenfalls er für tot erklärt werden kann", hieß es in der Anzeige der Passauer Neuen Presse.

Ein Schock für seinen Vater, der sich besonders über die Art und Weise aufgeregt hatte. Er musste von dem Vorhaben aus der Presse erfahren.

"Das hat mit der Familie gar nichts zu tun. Dieser Antrag wurde von einer fremden Person gestellt, der mit Daniel und uns nur entfernt was zu tun hat. Wir sind überhaupt nicht damit einverstanden", kritisierte Günther Küblbock in der "Bild"-Zeitung. 

Die Familie habe nämlich überhaupt nicht vor den Musiker für tot erklären zu lassen.

Theoretisch muss das weder das Gericht, noch die Angehörigen. Wie die "Bild" berichtet, ist dem Amtsgericht ein Rechenfehler unterlaufen. Der verschollene Ex-DSDS-Star hat fünf Tage mehr Zeit, sich zu melden. Statt am 25. September endet die Frist nun am 30. September.

"Wegen eines redaktionellen Versehens wurde das Aufgebot im Todeserklärungsverfahren von Daniel Kaiser-Küblböck auf Veranlassung des Amtsgerichts Passau am 19.08.2020 neu bekannt gemacht. Die entsprechende Aufforderungsfrist währt nun bis 30.09.2020, nicht bis 25.09.2020", verkündet das Amtsgericht in einer Mitteilung.

Der Sänger hätte nach dem Verschollengesetz bereits nach sechs Monaten (März 2019) für tot erklärt werden können. Passiert ist aber bis heute nichts. Das könnte sich nun ändern. Es sei denn der unwahrscheinliche Fall, dass Daniel Küblböck tatsächlich am Leben ist, tritt tatsächlich bis Ende September ein.  

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa, Fredrik von Erichsen/dpa

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