DDR-Rad-Idol Täve Schur: "Würde nie wieder Leistungssport betreiben"

Heyrothsberge - Das Radsport-Idol Gustav-Adolf Schur (90) hat vor den Folgen des Leistungssports gewarnt.

DDR-Rad-Legende Gustav-Adolf "Täve" Schur im Jahr 1960. (Archivbild)
DDR-Rad-Legende Gustav-Adolf "Täve" Schur im Jahr 1960. (Archivbild)  © DB ZB/dpa-Zentralbild/dpa

"Mit meiner heutigen Erfahrung würde ich nie wieder Leistungssport betreiben. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich meinen Körper wieder auf ein normales Level gebracht hatte", sagte Täve Schur der "Leipziger Volkszeitung".

Der zweimalige Friedensfahrt-Sieger und Amateur-Weltmeister feiert am heutigen Dienstag seinen 90. Geburtstag.

Der Erfolg auf dem Rad hatte offensichtlich seinen Preis. "Ich hatte Extrasystolen, mein Puls machte also dauernd Sprünge. Noch vor drei Jahren habe ich die Auswirkungen gespürt", sagte Schur.

"Als es mir mal nicht gut ging, brachte mich mein Sohn ins Krankenhaus. Die Ärzte wussten nicht, wer ich bin. Und als ich denen dann erzählt habe, dass ich rund 400.000 Kilometer Rad gefahren bin, schlackerten die nur so mit den Ohren."

Täve Schur feiert am Dienstag seinen 90. Geburtstag. Vom Leistungssport würde er heute abraten. (Archivbild)
Täve Schur feiert am Dienstag seinen 90. Geburtstag. Vom Leistungssport würde er heute abraten. (Archivbild)  © Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Das Fahrrad sieht Schur heute als wichtigen Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. "Klimaveränderungen werden unser Leben bestimmen. Und nur mit dem Fahrrad als Fortbewegungsmittel werden wir den Klimawandel aufhalten können", sagte der 90-Jährige.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Promis & Stars:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0