"Die Leute sollen sich fi****": Podcast mit Serdar Somuncu spaltet das Netz

Deutschland - Was war denn da passiert? In einem Online-Podcast redete Comedian Serdar Somuncu (52) plötzlich auffallend rassistisch und frauenfeindlich daher. Seitdem wird auf Twitter heiß darüber diskutiert.

Serdar Somuncu (52) schockte das Netz mit brachialen Worten, doch waren seine Aussagen auch wirklich ernst gemeint?
Serdar Somuncu (52) schockte das Netz mit brachialen Worten, doch waren seine Aussagen auch wirklich ernst gemeint?  © Felix Kästle/dpa

Zwischenzeitlich trendete "Serdar" sogar als Top-Begriff auf dem Kurznachrichtendienst, so ausgiebig wurde über den deutschen Comedian mit türkischen Wurzeln gestritten.

Was war geschehen? Der Journalist Malcolm Ohanwe (27) teilte auf Twitter den Ausschnitt eines Podcasts, der vor knapp einer Woche veröffentlicht wurde.

In diesem unterhalten sich der in Köln lebende Serdar Somuncu und Satiriker Florian Schroeder (41) über den aktuellen Zeitgeist in der Corona-Krise und über Verschwörungstheoretiker.

Als Schroeder meint, dass so mancher richtige Impuls nur mit den falschen Begriffen besetzt sei, antwortet Somuncu lapidar: "Das ist mir scheißegal".

Kurz darauf legt er nach und redet sich in Rage: "Ob das Zigeunerschnitzel heißt oder Mohrenwirt, ist mir egal. Die Leute sollen sich fi****".

Und weiter: "Ich sag auch manchmal Bimbo oder Farbiger, ist mir scheißegal". Schroeder rechnete wohl selbst nicht mit solch drastischen Aussagen und legte daher erstmal eine Kunstpause ein.

Ehe er antworten kann, wechselt Somuncu zum Thema Frauen, redet von "hässlichen Schabracken", die "noch nicht einmal in ihrem Leben nen Pimmel gesehen" hätten.

Podcast "Schroeder & Somuncu" sorgt für kontroverse Reaktionen auf Twitter

"Deutsche Comedy, 2020. Bin sprachlos", schreibt Malcolm Ohanwe entsetzt und löst mit dem Audio eine heftige Diskussion auf Twitter aus. Viele Nutzer zeigen sich empört und werfen dem Komiker vor, unter dem Deckmantel der Satire beleidigende Aussagen zu treffen.

Andere meinen, die wahre Intention seiner Aussagen erkannt zu haben, da er der Gesellschaft nur den Spiegel vorhalten und absichtlich triggern und polarisieren wolle. Dem wird wiederum entgegengehalten, dass der Podcast auch bis zum Ende hin keine Doppeldeutigkeit erkennen lasse.

Fest steht: Serdar Somuncu ist es mal wieder gelungen, zu provozieren. Ob nun auf eine clevere oder eher weniger angemessene Art und Weise, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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