DSDS: Jetzt äußert sich Dieter Bohlen zum Aus von Xavier Naidoo

Köln - Nachdem in der vergangenen Woche zwei Videos aufgetaucht waren (TAG24 berichtete), die Sänger Xavier Naidoo (48) beim verbalen Attacken gegen Migranten und als Klimawandel-Leugner zeigten, zog RTL Konsequenzen und schmiss ihn aus der DSDS-Jury. 

Da schienen sich beide noch zu verstehen: Dieter Bohlen und Xavier Naidoo.
Da schienen sich beide noch zu verstehen: Dieter Bohlen und Xavier Naidoo.  © Henning Kaiser/dpa

In der ersten Live-Sendung äußerte sich nun Chefjuror Dieter Bohlen (66) zu Naidoos Aus.

Zuvor hatte Bohlen auf Instagram auf eine Fan-Rückfrage zu der ganzen Thematik verkündet: "Ich muss alles hören und mich informieren und dann rede ich. [...] Ich habe die letzten Tage viele, viele Telefonate geführt. Ich habe Hunderte von Seiten und Meinungen gelesen".

Zu Beginn der Show sprach Moderator Alexander Klaws (36) den selbst ernannten Poptitan nun auf das versprochene Statement an. Dieser zögerte zunächst:

"Ich bin noch nicht so ganz fertig mit meiner Meinungsbildung. Gib mir noch ne halbe Stunde Zeit, dann sage ich was dazu."

Dafür erntete Bohlen in den sozialen Netzwerken viel Häme. 

So schrieb ein Zuschauer auf Twitter: "Wenn Du eine halbe Stunde Bedenkzeit brauchst, um zu überlegen, ob du Rassismus geil findest ... #DSDS". Ein anderer kommentierte: "Noch kurz eine halbe Stunde die Einschaltquoten der Rassisten mitnehmen, bevor sie abschalten."

Nachdem alle Kandidaten ihre Auftritte absolviert hatten, sah sich Bohlen dann doch noch gezwungen, das Jury-Aus von Xavier Naidoo zu kommentieren. 

"Wir suchen hier nicht den Superjuroren"

"Und zwar möchte ich sagen, ich wollte mir erst mal unsere Kandidaten anhören", rechtfertigte sich der 66-Jährige. 

"Eins ist für mich ganz wichtig, es geht in erster Linie um die Kandidaten und unsere Sänger und nicht um die Jury. Wir suchen hier nicht den Superjuroren." 

Sein Team sei nicht die Jury, sondern der Sender RTL, mit dem er schon 18 Jahre zusammenarbeite.

"Wir machen hier eine Unterhaltungssendung und da geht es um Unterhaltung und nicht um Hass oder irgendwelche Hetze und deshalb steht die Jury und mein ganzes Team hinter der Entscheidung" positioniert er sich dann doch klar gegen Naidoos Äußerungen.

Bereits in der nächsten Liveshow kommenden Samstag soll die Jury wie gewohnt wieder aus vier Mitgliedern bestehen:

"Wir werden kommenden Samstag wieder zu viert hier sitzen. Wir werden einen neuen Juroren präsentieren, vielleicht mehrere, vielleicht in jeder Show einen Neuen." Alles weitere werde noch entschieden.

Zumindest einer wird dann nicht mehr auf der Bühne stehen: Kandidat Ricardo erhielt die wenigsten Anrufe und musste die Show verlassen.

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