TV-Arzt Dr. Wimmer klärt auf: So bereitet Ihr Euch auf Katastrophen vor!

Hamburg - Mit Blick auf die aktuelle Flutkatastrophe in Deutschland hat der Hamburger TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer (38) ein paar Tipps im Umgang mit Krisensituationen zusammengestellt.

Der Tv-Arzt Dr. Johannes Wimmer (38) spricht darüber, wie man Katastrophen bewältigen kann.
Der Tv-Arzt Dr. Johannes Wimmer (38) spricht darüber, wie man Katastrophen bewältigen kann.  © Screenshot Instagram/doktorjohanneswimmer

"Was sind eigentlich die Dinge, auf die ich achten muss oder achten kann, damit ich besser mit solchen Naturkatastrophen umgehen kann?", beginnt er ein Live-Video auf seinem Instagram-Account und hat für seine Follower zumindest einige Antworten parat.

Zunächst einmal sei es wichtig zu verstehen, dass es jeden von uns treffen könnte. Selbst wer nicht in einem Gebiet wohnt, das von Hochwasser bedroht ist. "Es kann ja immer irgendwas sein, es ist wichtig, dass wir uns alle darauf vorberieten", so Wimmer.

Als Beispiel dafür nennt er den Fund von einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, von dem auch er vor wenigen Tagen betroffen war.

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Wie TAG24 berichtete, wurde erst am Mittwoch in Hamburg-Ottensen die 500 Pfund schwere, britische Fliegerbombe gefunden, Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Entschärfung verlief zum Glück erfolgreich.

Doch letztlich wisse man nie, ob man nach einer solchen Evakuierung auch in seine Wohnung zurückkehren könne, so Wimmer weiter.

"Ich wette mit Euch, dass die meisten nicht vorbereitet sind auf so einen Moment", stellt er klar.

Das solltet Ihr vor und im Katastrophenfall beachten

Marienthal, Rheinland-Pfalz: Zwei Männer sitzen vor einem Haus, dessen Fassade von der Flutwelle fortgerissen wurde.
Marienthal, Rheinland-Pfalz: Zwei Männer sitzen vor einem Haus, dessen Fassade von der Flutwelle fortgerissen wurde.  © Boris Roessler/dpa

Wichtige Dokumente sichern

Es sei wichtig, sich zunächst klarzumachen, welche Gegenstände man im Ernstfall wirklich aus seiner Wohnung mitnehmen wolle. Denn im Notfall darf man keine Zeit verlieren. Er selbst habe einen kleinen Blechkoffer mit Dingen gefüllt, auf die er nicht verzichten könne. Die wichtigsten Fotos und Dokumente aus seinem Haushalt habe er eingescannt, um sie schnell zur Hand zu haben.

Es könne auch sinnvoll sein, Kopien von wichtigen Dokumenten in einem anderen Haushalt unterzubringen.

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Nicht in den Keller gehen!

"Man fühlt sich in den eigenen Wänden so sicher", erklärt Wimmer weiter. Doch ein Punkt ist ihm dennoch ganz besonders wichtig: "Wenn das Wasser kommt, dann gehe ich nicht in den Keller!", warnt er seine Follower. Denn durch angeschlossene Geräte drohe im Wasser ein tödlicher Stromschlag.

Auch sei die Gefahr zu groß, Türen nicht mehr aufzubekommen und eingeschlossen zu werden.

Auf den Ernstfall vorbereiten

Wenn das Wasser erst einmal da ist, "dann musst du reagieren", so der 38-Jährige. Dann sei es zu spät, sich Gedanken über das richtige Verhalten zu machen oder nach einem Notfallplan zu googeln. Er empfiehlt daher, sich die Broschüren vom Umweltamt für Katastrophenschutz genau durchzulesen.

Dann könne man sich in Ruhe eine Checkliste erstellen, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein.

Verhaltensregeln beachten

Was aber tun, wenn wir bereits betroffen von einer solchen Katastrophe sind und uns die Situation bereits emotional stark belastet?

"Es gibt konkrete Verhaltensregeln, die man für sich anwenden kann und die einem helfen", erklärt der TV-Arzt weiter und nennt ein paar der wichtigsten:

  • Mit Freunden und Bekannten über die eigenen Gefühle reden
  • Zeit mit Menschen verbringen, die einem guttun
  • Sich um sich selbst kümmern und sich Pausen gönnen
  • Nicht ständig die News aus dem Krisengebiet checken
  • Keinen Alkohol trinken

"Es geht uns einfach so unglaublich gut, dass wir vergessen haben, dass es einen einfach mal erwischen kann", so Wimmer abschließend.

Natürlich könne man sich nicht vor jeder Krise schützen, doch wir alle könnten selbst etwas dafür tun, um im Ernstfall besser vorbereitet zu sein.

Titelfoto: Screenshot Instagram/doktorjohanneswimmer

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