Dr. Wimmer erklärt: So krass beeinflusst uns das Unterbewusstsein!

Hamburg – Woran denkst Du, wenn Du morgens das Haus verlässt? Wahrscheinlich an alles, was Du den Tag über noch erledigen musst. Das Greifen des Autoschlüssels, das Abschließen der Haustür - das alles passiert dabei von ganz allein. Du tust es unbewusst, gesteuert von Deinem Unterbewusstsein.

Dr. Johannes Wimmer (39) erklärt den Zusammenhang zwischen Verstand und Unterbewusstsein.
Dr. Johannes Wimmer (39) erklärt den Zusammenhang zwischen Verstand und Unterbewusstsein.  © Screenshot/Instagram, doktorjohanneswimmer

Doch was hat es mit diesem Mysterium auf sich und wie funktioniert das Unterbewusstsein überhaupt? Das erklärt Dr. Johannes Wimmer (39) in seinem neuen Video auf Instagram.

"Tatsächlich werden 90 Prozent unserer Handlungen nicht aktiv entschieden, sondern fremdgesteuert", macht der Mediziner deutlich. Demnach nimmt uns das Unterbewusstsein jeden Tag unzählige kleine und große Entscheidungen ab, auch Bauchgefühl genannt.

"Das Unterbewusstsein führt uns quasi wie ein innerer Autopilot durchs Leben", so Wimmer. Gelegentlich mischt sich dann der Verstand ein, als eine Art Ratgeber. Aber: Nur, wenn das Unterbewusstsein eine Entscheidung für sinnvoll hält, wird sie auch ausgeführt, der Verstand braucht also sozusagen eine Genehmigung.

Dr. Wimmer klärt auf: Leidest Du unter einer Angststörung?
Dr. Johannes Wimmer Dr. Wimmer klärt auf: Leidest Du unter einer Angststörung?

"Das Unterbewusstsein wird über Jahre hinweg durch Erfahrungen und wiederkehrende Ereignisse geprägt", erklärt der 38-Jährige weiter. Es schützt uns also zum einen vor Gefahr, hilft aber auch dabei, Energie zu sparen, weil es bestimmte Abläufe automatisiert, damit wir nicht über jedes bisschen nachdenken müssen.

Für alles, was die Routine übersteigt, muss der Organismus nämlich neue Netzwerke anlegen und Botenstoffe hochfahren, wobei andere Körperfunktionen gedrosselt werden. So bekommen wir zum Beispiel körperliche Stresssymptome in einer Prüfungssituation.

Dr. Wimmer: "Das Unterbewusstsein ist ein innerer Autopilot durchs Leben"

Unterbewusstsein als Filter für äußere Eindrücke

Der TV-Arzt kennt sich mit der menschlichen Psyche aus.
Der TV-Arzt kennt sich mit der menschlichen Psyche aus.  © Screenshot/Instagram, doktorjohanneswimmer

Weil wir jedoch nicht alle Eindrücke auf einmal verarbeiten können, gelangt nur ein Bruchteil unserer Wahrnehmung ins Bewusstsein, das sind dann die abrufbaren Erinnerungen. Der Rest landet im Unterbewusstsein. So ist Letzteres aber auch ein Brutkasten für Unsicherheiten, Sorgen, Ängste und Vorurteile.

Außerdem gilt: "Je häufiger du mit einer Aussage konfrontiert wirst, desto eher wird daraus eine Erinnerung, die sich in dein[em] Bewusstsein manifestiert", betont der TV-Arzt. Das Gleiche gilt auch für bestimmte Handlungsabfolgen.

Das lässt sich natürlich auch zum Vorteil nutzen - zum Beispiel durch Mentaltraining oder positive Affirmationen, die sich durch Wiederholung in dein Unterbewusstsein einbrennen. So entsteht "Die Kraft der Gedanken" oder der Placebo-Effekt.

Titelfoto: Screenshot/Instagram, doktorjohanneswimmer

Mehr zum Thema Dr. Johannes Wimmer: