Am AfD-Stand rassistisch beleidigt? DSDS-Jan-Marten Block setzt sich zur Wehr

Hamburg/Berlin - "Deutschland sucht den Superstar"-Gewinner Jan-Marten Block (26) wurde am Freitag an einem Berliner AfD-Wahlkampfstand rassistisch angefeindet. Das ließ sich der Sänger mit der Reibeisen-Stimme natürlich nicht gefallen.

Jan-Marten und Freundin Jasmin verliebt und glücklich auf Instagram
Jan-Marten und Freundin Jasmin verliebt und glücklich auf Instagram  © Screenshot/Instagram/janmartenofficial

"Als wir nach Hause gelaufen sind, ist uns was sehr sehr (...) diskriminierendes passiert", so der Sänger noch am selben Tag in seiner Instagram-Story. Sagte es und schüttelte verständnislos den Kopf.

Er sei samt Freundin Yasmin, die, "wie wir alle wissen, asiatische Wurzeln" hat, in der Stadt unterwegs gewesen, führte der 26-Jährige weiter aus. Wie überall in Deutschland tobt auch in Berlin zurzeit der Wahlkampf. Ein Infostand reiht sich an den nächsten. In Martens Fall: Ein AfD-Stand hier, direkt daneben einer der CDU.

Am ersteren ging es dann auch schon los. "Was für ein Klischee!", so der Musiker.

So erschien Sarah Engels auf dem Deutschen Fernsehpreis
Sarah Engels So erschien Sarah Engels auf dem Deutschen Fernsehpreis

Das Paar wurde angesprochen und ihnen wurde - wie im Wahlkampf üblich - ein Flyer angeboten. Diesen lehnte der 26-Jährige dankend ab, wollte seinen Weg einfach nur fortsetzen.

Der AfD-Wahlkampfhelfer fand das wohl weniger charmant... "Wir wurden angepflaumt und gefragt, ob wir nicht lesen können", erinnerte sich der 26-Jährige später erbost. Man habe gemerkt, dass es rassistisch war, ist sich der Sänger auch im Nachhinein sicher.

Seine Reaktion: "Nein, wir können lesen, doch sind wir nicht rechts".

Jan-Marten und Freundin Jasmin verliebt und glücklich auf Instagram

Jan-Marten Block beschwert sich bei der Berliner Polizei.

Praktischerweise war am CDU-Stand die Polizei vor Ort. Prompt schilderte Jan-Marten den Beamten die Situation. Deren Reaktion: "Meinungsfreiheit ist wichtig in Deutschland!"

Für den 26-Jährigen in der Situation überhaupt nicht nachvollziehbar. Das sei keine Meinungsfreiheit gewesen, sondern einfach nur beleidigend. Entsprechend handelte die Polizei dann doch und mahnte den/die beschuldigte/n Person/en vom AfD-Wahlstand an, so der Sänger. Es bleibt unklar, wie viele Personen tatsächlich beteiligt waren.

Wie so oft bei rechtspopulistischen Auseinandersetzungen üblich, hielten die Beschuldigten ihre Handykameras bereit und filmten Jan-Marten und seine Yasmin ohne deren Einverständnis. "Mal sehen, was mit dem Material passieren wird."

Ob es sich in dem Fall tatsächlich um eine rassistische Äußerung handelte oder "nur" um eine Beleidigung, ist fraglich. Allerdings, in beiden Fällen alles andere als angebracht und außerdem per Gesetz verboten. Bislang sind noch keine Videos der Konfrontation in den sozialen Netzwerken aufgetaucht.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/janmartenofficial

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