Elon Musk macht nach Sex-Vorwürfen überraschende Ankündigung

Kalifornien (USA)/London (Großbritannien) - Gegen den Tesla-Chef Elon Musk (50) wurden am Freitag schwere Vorwürfe der sexuellen Belästigung laut. Doch darüber konnte der reichste Mann der Welt nur schmunzeln - jedenfalls bislang.

Eine SpaceX-Flugbegleiterin soll schwere Vorwürfe gegen Elon Musk (50) erhoben haben.
Eine SpaceX-Flugbegleiterin soll schwere Vorwürfe gegen Elon Musk (50) erhoben haben.  © ANGELA WEISS/AFP

Wie Business Insider berichtet hatte, soll seine Firma bereits 2018 rund 250.000 US-Dollar (knapp 236.500 Euro) Schweigegeld an eine SpaceX-Flugbegleiterin gezahlt haben, nachdem sich Musk zwei Jahre zuvor auf einem Flug nach London vor ihr entblößt habe und sexuell übergriffig geworden sei. Er habe der Frau als Gegenleistung für Sex ein Pferd angeboten, hieß es weiter.

Den Vorwürfen des mutmaßlichen Opfers zufolge soll sie bei SpaceX anschließend beruflich benachteiligt worden sein. Nach einem Gespräch mit Musk und einem Mediator habe man sich außergerichtlich geeinigt. Doch jetzt kamen die Anschuldigungen dennoch ans Licht.

Für den Tesla-Chef war das bislang offenbar eher amüsant. Denn bei Twitter scherzte er: "Endlich können wir Elongate als Skandalnamen nehmen. Das ist irgendwie perfekt." Dazu setzte er einen Tränen lachenden Emoji.

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In den zahlreichen Kommentaren unter dem Tweet wurde allerdings schnell deutlich, dass vielen seiner Follower da eher wenniger zum Lachen zumute war. "Nicht gerade lustig" oder "Solche Vorwürfe kann man nicht weglachen", war dort zu lesen. Auch bei Anlegern lösten die Vorwürfe eine Verunsicherung aus. Die Tesla-Aktien fielen seitdem um acht Prozent.

Und auch bei Musk scheint die Stimmung inzwischen wieder umgeschlagen zu sein, wie spätere Tweets zumindest vermuten lassen ...

Bei Twitter kommentierte Elon Musk die Anschuldigungen

Denn da berichtete der Multimilliardär auf einmal davon, dass Tesla eine "Hardcore-Rechtsabteilung" aufbauen werde und rief Juristen mit "außergewöhnlichen Fähigkeiten" dazu auf, sich bei ihm zu bewerben. Dafür veröffentlichte er die vielsagende E-Mail-Adresse "justice@tesla.com".

Stunden später fügte er seinem Tweet noch hinzu: "Wir suchen nach Hardcore-Straßenkämpfern" und versprach: "Es wird Blut fließen."

Titelfoto: Angela Weiss/AFP, Screenshot Twitter/elonmusk (Bildmontage)

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