Elon Musk verkauft weitere Tesla-Aktien und streicht üppigen Gewinn ein

New York - Tesla-Chef Elon Musk (50) trennt sich nach einer spektakulären Twitter-Abstimmung weiter von Aktien seines Konzerns. Am Donnerstag verkaufte der Star-Unternehmer weitere knapp 640.000 Anteilscheine im Wert von rund 687 Millionen Dollar (600 Mio. Euro), wie Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht am Freitag zeigten.

Es bleibt weiterhin unklar, was Elon Musk (50) mit seiner Twitter-Aktion bezwecken wollte. Der Vorwurf des Insiderhandels steht im Raum, da Elons Bruder Kimbal bereits vor der Umfrage einen satten Gewinn erzielte.
Es bleibt weiterhin unklar, was Elon Musk (50) mit seiner Twitter-Aktion bezwecken wollte. Der Vorwurf des Insiderhandels steht im Raum, da Elons Bruder Kimbal bereits vor der Umfrage einen satten Gewinn erzielte.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Damit hat Musk in dieser Woche schon Tesla-Papiere im Wert von etwa 5,7 Milliarden Dollar zu Geld gemacht, nachdem Twitter-Nutzer bei einem von ihm initiierten Votum für den Verkauf von zehn Prozent seiner Aktien gestimmt hatten. Bislang hat er allerdings nur einen Bruchteil davon veräußert und hält weiterhin rund 167 Millionen Aktien.

Musk hat als größter Einzelaktionär von Tesla in den vergangenen Jahren extrem vom Höhenflug des Elektroautobauers an der Börse profitiert. Laut Superreichen-Rankings wie der "Forbes"-Liste oder "Bloomberg Billionaires" ist er - zumindest auf dem Papier - der reichste Mensch der Welt. Bloomberg schätzte sein Vermögen zuletzt auf 294 Milliarden Dollar, Forbes taxiert es auf 279 Milliarden.

Der Tesla-Chef spielte bei der Twitter-Abstimmung auf eine Debatte um Steuervermeidung von Superreichen und Pläne für Abgaben auf unrealisierte Kursgewinne an, die bei der US-Regierung zu dem Zeitpunkt eigentlich ohnehin schon wieder vom Tisch waren.

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Was genau Musk letztlich bezwecken wollte, bleibt offen. Fest steht, dass zumindest ein erster Teil seiner jüngsten Aktienverkäufe schon länger vor dem Votum bei Twitter eingefädelt worden war.

Sein Bruder Kimbal Musk (49) hatte bereits vor der Twitter-Umfrage ein großes Tesla-Aktienpaket verkauft und damit 108,8 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Sollte er im Vorfeld etwas von den Plänen seines Bruders gewusst haben, hätte er sich somit des Insiderhandels schuldig gemacht.

Tesla-Aktienkurs fällt nach Musk-Verkauf weiter

Autos fahren an einem Autohaus des Elektroauto-Herstellers Tesla in Hannover vorbei.
Autos fahren an einem Autohaus des Elektroauto-Herstellers Tesla in Hannover vorbei.  © Julian Stratenschulte/dpa

Bargeld kann Musk - der zwar extrem viel Aktienvermögen, aber für einen Multimilliardär relativ wenig liquide Mittel besitzt - unter anderem für Steuerzahlungen gebrauchen, die wegen enormer Wertsteigerungen bei der Ausübung von milliardenschweren Aktienoptionen fällig werden.

An der Börse bekamen seine Verkäufe Tesla indes nicht gut: Die Aktie fiel diese Woche um 13 Prozent.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa, Julian Stratenschulte/dpa

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