Geplatzter Twitter-Deal: Rücktritt vom Kauf "ungültig" - muss jetzt Elon Musk vor Gericht?

San Francisco (USA) - Twitter stellt die Weichen für eine juristische Auseinandersetzung mit Tech-Milliardär Elon Musk (51) um dessen Versuch, die Übernahme des Online-Dienstes abzublasen.

Elon Musk (51) will Twitter doch nicht mehr übernehmen. Dem Onlinedienst gefällt diese Ankündigung gar nicht.
Elon Musk (51) will Twitter doch nicht mehr übernehmen. Dem Onlinedienst gefällt diese Ankündigung gar nicht.  © AFP/Angela Weiss

Twitters Anwälte hielten in einem Brief an Musks Rechtsvertreter fest, seine Aufkündigung des Deals sei aus Sicht des Unternehmens "ungültig und unrechtmäßig".

Twitter habe anders als von Musk behauptet nicht gegen die Übernahmevereinbarung verstoßen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Schreiben. Hingegen verletze Musk mit seinem Rückzieher die Übereinkunft wissentlich und absichtlich.

Musk hatte am Freitag mitgeteilt, dass er von der Vereinbarung zum Kauf von Twitter für rund 44 Milliarden Dollar zurücktrete. Zur Begründung verwies er auf seine bisher nicht belegten Behauptungen, dass Twitter deutlich mehr Fake-Accounts habe als die vom Unternehmen stets genannte Schätzung von weniger als fünf Prozent.

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Seine Anwälte führten unter anderem an, Twitter sei seiner Pflicht aus dem Vertrag nicht nachgekommen, Musk den nötigen Datenzugang zur Überprüfung der Zahlen bereitzustellen.

Twitter kündigte bereits an, am offiziellen Sitz des Unternehmens im Bundesstaat Delaware vor Gericht gehen zu wollen. Dort kann der Delaware Chancery Court auch den Vollzug einer Übernahme anordnen.

Titelfoto: AFP/Angela Weiss

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