Nach Deutschland-Pleite gegen England: Rapper Finch ledert gegen DFB und Jogi-Jungs

Berlin - Nach Deutschlands Pleite im EM-Achtelfinale gegen England mit einem 0:2 (0:0) ist die Stimmung gedrückt: Das Aus im Wembley Stadion markierte zugleich auch das Ende der Ära von Bundestrainer Joachim Löw (61), der schon im Vorfeld seinen Abschied angekündigt hatte. Auch bei Finch (31) sitzt der Frust tief. Für den Rapper besteht Redebedarf – und er holt zum Rundumschlag aus.

Joachim Löw lässt (61) nach dem Achtelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gegen den ewigen Rivalen England den Kopf hängen.
Joachim Löw lässt (61) nach dem Achtelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gegen den ewigen Rivalen England den Kopf hängen.  © Federico Gambarini/dpa

In einer Videobotschaft auf Instagram hält der überzeugte Ostdeutsche mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg und wendet sich hochemotional an seine Fans.

"Diese Mannschaft, die wir heute gesehen haben, die hat kein Herzblut, die hat nichts", redet sich Finch (bürgerlich: Nils Wehowsky) in Rage, denn er habe "die Schnauze voll".

Den 4:2 (2:1)-Sieg gegen Portugal müsse "man nicht schön reden", das zweite Turnierspiel sei "Glück" gewesen, betont Finch. Das gelte für den Musiker auch für das uninspirierte 2:2 (0:1)-Remis gegen Ungarn in München, das Löw als "eines der schwierigsten Spiele überhaupt" in seiner fünfzehnjährigen Laufbahn als Bundestrainer beschrieb.

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Die Spieler seien "verwöhnt" und es sei "ihnen egal, ob Deutschland verliert", moniert Finch, "weil sie kein Herzblut mehr haben".

Auch die tieferliegende Ursache für das Dilemma könne der 31-Jährige benennen: "Der DFB ist schuld, weil wir auch keine richtigen Fans mehr im Stadion haben." Das sei aber völlig losgelöst von den coronabedingten Hygienemaßnahmen.

Es gäbe auch keine Deutschland-Fans mehr, weil der DFB seiner Meinung nach nur noch "Familien, Influencer und diesen ganzen Müll im Stadion" haben wolle und Ultras verbanne. "Damit habt ihr es kaputtgemacht", urteilt der gebürtige Brandenburger knallhart.

Aus Angst, als Nazi bezeichnet zu werden, würden Menschen auf der Straße keine Deutschland-Trikots mehr tragen, ist sich der Musiker sicher. Für ihn sei das nicht mit falsch verstandenen Patriotismus zu verwechseln: "Mir geht es darum, dass man auf die Nationalmannschaft als Team stolz sein kann – und das kann man derzeit nicht. Diese Mannschaft hat keine Seele."

EM 2021: Finch Asozial hält auf Instagram Wut-Rede

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Finch poltert gegen Joachim Löw und Kai Havertz

Nach der bitteren EM-Pleite für Deutschland umarmen sich Englands Nationaltrainer Gareth Southgate (50, l.) und Joachim Löw (61).
Nach der bitteren EM-Pleite für Deutschland umarmen sich Englands Nationaltrainer Gareth Southgate (50, l.) und Joachim Löw (61).  © John Sibley/POOL Reuters/dpa

Auch der scheidende DFB-Chefcoach Joachim Löw bekommt sein Fett weg: "Der Trainer hat keinen Bock." Finch wundert sich, warum "man ihn vor dem Turnier nicht rausgeschmissen hat".

Während Bastian Schweinsteiger (36) wie beim WM-Finale 2014 auch mit blutüberströmten Gesicht wieder aufstand, würde Champions-League-Finalist Kai Havertz (22) schon "vom Platz gehen, wenn ein Haar seiner Augenbraue abreißt, und sich in die Notaufnahme einweisen lassen".

Die Spieler seien, anders die Engländer, "keine Männer". Die Three Lions würden wie alle anderen Mannschaften bis zum Ende kämpfen. Ausnahmen unter den deutschen Spielern gäbe es nur wenige.

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"Ich freue mich auf Olympia, weil wir dort einen ordentlichen Trainer haben und eine Mannschaft von Spielern, die hungrig ist, Spieler, die noch nicht satt sind und noch etwas erreichen wollen", beendet Finch seine Wut-Rede.

Sollten Havertz oder der DFB sein Video nicht sehen, sei ihm das auch "scheißegal", denn: "Die leben in ihrem Elfenbeinturm. (...) Sollen sie ihre Millionen verdienen, aber ich schäme mich, dass solche Spieler das Nationalmannschafts-Trikot tragen."

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa, Screenshot/Instagram/finch_offiziell (Bildmontage)

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